Ein Airbus A300-600 der mittlerweile nicht mehr existierenden China Northern Airlines im Jahr 1994: Comac heute ohne entsprechende Innovation.

Airbus-VerkaufschefDas chinesische Airbus-A300-Versäumnis

Airbus-Verkaufschef Christian Scherer zeigt sich noch nicht sonderlich beeindruckt von der chinesischen Konkurrenz. Er glaubt, Comac habe einen Fehler gemacht.

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Comac sind Ende 2022 gleich zwei Meilensteine gelungen. Zum einen lieferte der chinesische Flugzeugbauer nach langer Verspätung das erste Exemplar des Airbus-A320- und Boeing-737-Konkurrenten Comac C919 aus. Zum anderen übergab der Hersteller erstmals einen Regionaljet des Typs ARJ21 an einen ausländischen Airline-Kunden.

Große Konkurrenz durch die aktuellen Comac-Modelle fürchtet Airbus-Verkaufschef Christian Scherer aber nicht. Der Zeitung FAZ sagte er, es sei «sehr legitim für eine Nation wie China, ihre technologische Souveränität aufbauen zu wollen, so wie die Europäer es vor 50 Jahren mit Airbus gemacht haben». Allerdings «haben die Chinesen meines Erachtens insofern einen Fehler begangen, als sie nichts Neues auf den Markt bringen».

Kein moderner Airbus A300 aus China

Der Airbus-Manager meint damit, dass die Jets von Comac bisher keinen technologischen Fortschritt mitbringen, der bestehende Flugzeugbauer unter Zugzwang setzt. Airbus war in den 1970er-Jahren mit dem A300 gestartet, um die Luftfahrt-Dominanz der USA zu brechen. Das Modell war das erste zweistrahlige Großraumflugzeug der Welt.

Die erste Comac C919 ging an China Eastern. Bild: China Eastern Airlines.

Scherer machte deutlich, dass Airbus die Herausforderung aus China für die Zukunft dennoch erst nimmt. «Wir ignorieren die Chinesen keinesfalls», betonte der Manager. Der Weltmarkt wachse aber nach wie vor. «Ein Punkt BIP-Wachstum sind zwei Punkte Luftverkehr», so Scherer. «Es ist also Raum für alle zu wachsen.»

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