Donghai Airlines: Hat 25 Boeing 737 Max bestellt.

Freigabe nicht in SichtChina lässt Boeing bei 737 Max weiter zappeln

Immer mehr Länder lassen die Boeing 737 Max wieder starten. China zögert weiterhin und deutet an, dass das es bis zum Comeback noch dauern könnte.

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Nach 616 Tagen hob die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA am 18. November 2020 das Grounding der Boeing 737 Max auf. Es folgten weitere Behörden in aller Welt, so am 27. Januar 2021 auch die europäische Easa. Doch ein für Boeing sehr wichtiges Land fehlt noch.

«Wichtige Sicherheitsbedenken» seien noch nicht ganz ausgeräumt, sagte ein Vertreter der chinesischen Luftfahrtbehörde laut der Nachrichtenagentur AP am Montag (1. März). «Die technische Überprüfung ist noch nicht in die Zertifizierungs- und Flugtestphase eingetreten», so Dong Zhiyi von der Civil Aviation Administration of China CAAC. China war das Land, das nach dem Absturz von Ethiopian-Airlines-Flug ET302 die Boeing 737 Max im März 2019 am schnellsten groundete.

Max-Freigabe als politisches Druckmittel

Schon nach der Freigabe der FAA im vergangenen November erklärte die CAAC, dass das Modell in China vorerst weiter am Boden bleibe. Einen Zeitplan nannte die Behörde weder damals noch heute.

In USA gibt es die Befürchtung, China könnte die Max-Freigabe als Druckmittel im Handelskonflikt zwischen den beiden Ländern nutzen.  Ein ehemaliger Boeing-Manager, der im Rahmen des 737-Max-Programmes mit chinesischen Airlines und Behörden zu tun hatte, sagte im vergangenen November: «Sie hatten immer vor, die Max-Zertifizierung als Druckmittel zu nutzen.»

USA mit Schwarzer Liste

Auch die USA machen Druck im Bereich Luftfahrt. Vor Weihnachten veröffentlichte das Handelsministerium in Washington eine Liste von «militärischen Endnutzern», auf der auch 58 chinesische Unternehmen und Unternehmenseinheiten stehen. Verkäufe an sie stellten «ein inakzeptables Risiko» dar, indem amerikanisches Know-how für militärische Zwecke missbraucht werden könne, hieß es.

Auf der Liste stehen beispielsweise sieben Einheiten der Aviation Industry Corporation of China Avic, darunter die Avic Aircraft. Die Comac-Tochter ist zuständig für den Bau des Kurzstreckenjets ARJ21. Genauso befindet sich die Xian Aircraft Industrial Company darauf, die für die Herstellung der MA60 zuständig ist. Wer ihnen etwas verkaufen will, braucht dazu neuerdings eine Ausfuhrgenehmigung des amerikanischen Handelsministeriums.

Schon 81 Boeing 737 Max in China

Chinesische Airlines und Leasingfirmen haben schon vor dem Grounding 81 Boeing 737 Max erhalten. Offene Orders aus dem Land gibt es 104. Sie sind für die Fluglinien China Southern, Donghai Airlines, Okay Airways und Ruili Airlines bestimmt.

China ist für Boeing ein ungemein wichtiger Markt. «Obwohl Covid-19 alle Passagiermärkte weltweit schwer trifft, hat China bei seiner Fähigkeit zur wirtschaftlichen Erholung einen relativen Vorteil im Vergleich zu anderen Ländern bewiesen», schrieb der Flugzeugbauer in einem Marktausblick. Der große Inlandsmarkt sei vorteilhaft und helfe chinesischen Airlines, schneller zurückzukommen als Fluggesellschaften in anderen Ländern. China gilt als größter Luftverkehrsmarkt der Zukunft.

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