Embraer E170: Konkurrenz der C-Series von Bombardier.

WTOBrasilien klagt gegen Kanada - wegen C-Series

Embraer glaubt, dass Bombardier ungerechtfertigt Staatshilfen erhielt. Dagegen reicht Brasilien nun Beschwerde bei der Welthandelsorganisation WTO ein.

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Ohne die Milliarden vom Staat hätte das C-Series-Programm von Bombardier vor dem Ende gestanden. Weil die kanadische Regierung dem Flugzeugbauer mit 1 Milliarde US-Dollar aushalf (gleichzeitig investierte sie 1,5 Milliarden ins Bahngeschäft des Konzerns), kann der neue Jet aber weiter produziert werden. Die Kanadier hoffen so, auf dem Markt für Regionalflugzeuge fest Fuß zu fassen.

Dort stehen sie auch in Konkurrenz mit Embraer. Und der brasilianische Flugzeugbauer ist gar nicht glücklich über die Staatshilfe für den Konkurrenten. Bei Embraer warf man Bombardier schon länger vor, die Investitionen würden Bombardier ermöglichen, die C-Series zu zu tiefen Preisen anzubieten. Die Regierung in Brasilia will darum nun handeln. Das Außenministerium erklärt, dass man bei der Welthandelsorganisation WTO eine Beschwerde über die Staatshilfen einreichen werde.

Kanada verteidigt sich

«Es gibt Grund zur Annahme, dass schon bald weitere Staatshilfen an Bombardier gehen, um die Preise für die C-Series künstlich niedrig zu halten», heißt es in einer Stellungnahme der Brasilianer. Bei Embraer freut man sich darüber. «Kanadas Staatshilfen haben den Markt ernsthaft durcheinander gebracht», lässt sich Geschäftsführer Paulo Cesar Silva in einer Stellungnahme zitieren. Er begrüße den Entscheid des Außenministeriums.

In Kanada sieht man das freilich anders. «Wir sind sicher, dass alle Investitionen zu hundert Prozent mit den WTO-Regeln übereinstimmen», heißt es vom Unternehmen.  Auch Kanadas Premierminister Justin Trudeau meldete sich zu Wort. «Es gibt Regeln und die halten wir ein». Auch andere Länder, sogar Brasilien, würden der Luftfahrtindustrie mit Investitionen helfen.

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