ATR 72-600 von Mandarin Air: Die China-Airlines-Tochter sitzt in Taipeh.

Nachfrage nach mehr als 1000 FliegernATR sieht in China Hoffnungsmarkt für Turboprops

China ist ein weißer Fleck auf der Landkarte der ATR-Betreiber. Das will der Hersteller ändern - und prognostiziert einen riesigen Bedarf.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

ATR sieht großes Potenzial in China. In einer Marktprognose sagt der französisch-italienische Flugzeugbauer für das Land einen Bedarf von rund 1100 Turboprop-Flugzeugen bis zum Jahr 2037 voraus. «Regionalflugzeuge machen zurzeit nur knapp 2 Prozent der chinesischen Gesamtflotte aus, verglichen mit einem globalen Durchschnitt von 25 Prozent», schreibt ATR. Es fehle an der passenden Kapazität, um regionale Routen ökonomisch zu betreiben, anstatt größere Flugzeuge mit Subventionen einzusetzen.

Der Flugzeughersteller erwartet, dass 87 Prozent der regionalen und allgemeinen Luftfahrt in China im Jahr 2037 aufs Konto neuer Routen gehen werden. ATR schätzt, dass 200 neue Regionalflughäfen entstehen und damit fast 700 neue Strecken. Dafür brauche es 70 Turborpop-Flieger mit 50 Plätzen und 230 Exemplare mit 70 Sitzen, so die Prognose. In der allgemeinen Luftfahrt - also der zivilen Luftfahrt mit Ausnahme von Linien- und Charterverkehr - erwartet das Unternehmen einen Markt für 800 Maschinen mit 30 Sitzen, basierend auf der Annahme von 300 neuen Flugplätzen und fast 1500 neuen Routen.

Fünf ATR bei Mandarin Airlines

Ob es zurzeit einen ATR-Betreiber in China gibt, ist Auslegungssache. Die China-Airlines-Tochter Mandarin Airlines hat fünf ATR 72 in der Flotte, allerdings hat sie ihren Sitz in Taiwan. Während die Regierung in Peking den Inselstaat als Teil der Volksrepublik China sieht, hat die Regierung der Republik China in der Hauptstadt Taipeh eine andere Meinung. Der Konflikt betrifft auch die Luftfahrt: China verlangt von Fluglinien, alle Hinweise auf ein selbstständiges Taiwan zu löschen. Die Inselrepublik will das nicht auf sich sitzen lassen.

2017 hatten zudem Xuzhou Hantong Aviation und Tianju Investment Absichtserklärungen für den Kauf von drei beziehungsweise zehn ATR 42 abgegeben. Im Rahmen der Zhuhai Airshow schickt der ATR zurzeit auch eine ATR42-600 auf Werbetour durch China.

Mehr zum Thema

Modell einer ATR von Tap: Die Fluglinie schafft sich eine weitere Maschine an.

Tap kämpft mit neuer ATR gegen Verspätungen

ATR 72 von Iran Air: Es wird bei 13 neuen Fliegern bleiben.

ATR platziert Flieger von Iran Air anderswo

H-6N Bomber

China zeigt seinen «Donnergott» mit Atomrakete - doch die H-6N hat einen entscheidenden Nachteil

Flughafen Paris und Schild, um das es geht: Da hat sich ein Fehler eingeschlichen.

Flughafen Paris Charles de Gaulle macht aus Schweizern Chinesen

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier