Blick aus dem Fenster eines ANA-Jets: Der Passagier liess sich nicht beruhigen.

Mann läuft an Bord Amok

Kennen Sie Nobuya Michael Ochinero? Nein? Seien Sie froh. ANA All Nippon Airways hätte den Mann auch lieber nicht kennengelernt.

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Eigentlich gibt es bei dieser Geschichte vor allem ein ungelöstes Rätsel. Warum flog der Pilot von Flug NH10 am Montag (10. Februar) überhaupt los? Denn Nobuya Michael Ochinero war offenbar von Anfang an eine Plage. Schon als er am Flughafen Tokio Narita in die Boeing 777-300ER von ANA All Nippon Airways eingestiegen sei, habe der 38-Jährige wild geschrien, erzählte ein Mitreisender der Zeitung Anchorage Daily News. Trotzdem hob die Maschine ab und machte sich auf den 12,5-stündigen Flug in Richtung New York JFK.

Ochinero habe nicht nur wie wild geschrien, sondern auch auf den Boden gespuckt. Zudem habe der Mann ständig gegen die Rückenlehnen von anderen Passagieren getreten, so der Mitreisende weiter. Der unangenehme Passagier habe darüber hinaus die Flugbegleiter belästigt.

Mit Kabelbindern an den Sessel gefesselt

Der Crew war danach schnell bewusst, dass es so nicht weitergehen konnte. Zusammen mit Passagieren packten sie den Mann und fesselten ihn mit Kabelbindern an seinen Sessel. Danach sei er wimmernd dagesessen, so der Mitreisende in der Zeitung Anchorage Daily News.

Der Pilot teilte den Reisenden darum über die Lautsprecher mit, dass er außerplanmäßig in Anchorage landen werde. Es gebe ein Problem mit einem Passagier, der ein Sicherheitsrisiko darstelle. Bis dahin waren aber immerhin schon mehr als sieben Stunden vergangen, in welchen das gesamte Flugzeug den Tumult mitbekam.

Immer häufiger Probleme mit Unruly Passengers

In der größten Stadt Alaskas wurde der Pöbel-Passagier Ochinero vom FBI und der Flughafenpolizei umgehend verhaftet. Er sitzt nun in einem lokalen Gefängnis und wartet auf seine Anklage.

Die Zahl der Zwischenfälle mit den Unruly Passengers nehme laufend zu, erklärte kürzlich der Internationale Luftfahrtverband Iata. Er fordert deshalb von den Regierungen weltweit Regeln, die der Crew Befugnisse im Umgang mit den Passagieren erteilen. Denn: Momentan sei es noch sehr schwierig, sich gegen die Randalierer zu wehren. Oft komme es sogar dazu, dass die Passagiere, wenn die Crew sie überwältigt hat, wegen Misshandlung klagen.

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