Flugzeugbetankung vom Airport Wien: Die Zukunft bringt auch andere Kraftstoffe.

Allianz in ÖsterreichFlughafen Wien will synthetische Kraftstoffe voranbringen

Beim Thema nachhaltiges Fliegen werden in Österreich die Rufe der Wirtschaft an die Politik lauter. Dabei geht es auch um synthetische Kraftstoffe.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

An Alternativen zu fossilen Antrieben in der Luftfahrt wird intensiv geforscht. Bei den Nachhaltigen Treibstoffen, den sogenannten Sustainable Aviation Fuels (SAF) ist die Technik schon weit fortgeschritten. Bei synthetischen Kraftstoffen , die mittels Strom aus Wasser und Kohlenstoffdioxid hergestellt werden, ist man noch in den Versuchsstadien. Um mehr Geld in Forschung investieren zu können und um langfristig planen zu können, ist in Österreich die «E-Fuel-Alliance» gegründet worden, ein Zusammenschluss von elf Unternehmen und Institutionen.

«Wir benötigen Planbarkeit und Berechenbarkeit», sagt Flughafen-Wien-Vorstand Günther Ofner. Synthetische Kraftstoffe seien universell einsetzbar, nicht nur in Flugzeugen, zudem seien sie unbeschränkt und einfach speicherbar.

In Europa nicht genug grüne Energie

Der Flughafen Wien überlegt bereits, ob er im Sommer überschüssigen Strom aus seinen Photvoltaikanlagen nutzen kann, um die Treibstoffe herzustellen. Zudem errichtet die Firma AVL List am Gelände der Zentrale in Graz derzeit eine Pilotanlage, in der synthetische Kraftstoffe mit einem bis zu 37 Prozent höheren Wirkungsgrad produziert werden sollen.

Im großen Stil produziert werden müssen die Treibstoffe allerdings dort, wo mehr Sonne und Wind zur Verfügung stehen als in Europa. «Grüne Energie wird es in Europa nicht genug geben», sagt der Initiator der Allianz, Jürgen Roth.

Forderungen an die Politik

Denn synthetische Treibstoffe stammen zwar aus dem Labor und werden chemisch hergestellt - aus CO2, das der Umgebungsluft entnommen wird oder direkt bei der Produktion von zum Beispiel Stahl oder Zement am Kamin abgesaugt wird, und Wasser, H20. Jedoch werden die Moleküle bei der Elektrolyse mithilfe elektrischer Energie aufgebrochen. Danach wird, vereinfacht gesagt, Kohlenstoff C mit Wasserstoff H neu zu Kohlewasserstoffketten zusammengesetzt. Sauerstoff wird der Atmosphäre zurückgegeben. Der Nachteil dabei: Es gibt einen hohen Bedarf an (grünem) Strom.

Der Forderungskatalog der E-Fuel-Alliance an die Politik ist lang. E-Fuels müssten von der Mineralölsteuer befreit werden, sie seien ja kein Mineralölprodukt. Die Erlöse aus der Ticketabgabe im Flugverkehr (150 Millionen Euro in Österreich) sollen zweckgebunden werden und in die Forschung fließen. Für E-Fuels soll es im Emission Trading System ETS freie Zertifikate geben. Und die Politik soll schnell klare Rahmenbedingungen schaffen.

Nicht billiger als fossile Brennstoffe

Ofner und Roth fordern ein breiteres Denken und einen technologieoffenen Zugang, damit die Klimawende gelingen kann. «Kein Beitrag darf ungenutzt bleiben, Mobilität auf elektrischer Basis alleine wird nicht genügen, um die Klimaziele zu erreichen», sagt Ofner. Eines stellen aber beide klar: Billiger als fossile Brennstoffe werden E-Fuels nicht sein.

Mehr zum Thema

Skizze eines Wasserstofffliegers: Treibstoff der Zukunft?

60 Prozent aller Flüge könnten auf Wasserstoff umgestellt werden

Boeing 737 Max: Dieses Flugzeug von United durfte mit 50 Prozent Biokerosin fliegen.

United Airlines: Wie man aus 50 Prozent 100 Prozent macht

Flüge über Europa: Effizientere Routenführung kann Emissionen verringern.

Mit Babyschritten die Emissionen verringern

lufthansa betakung boeing 747 400 01

Lufthansa will auch in Europa US-Treibstoff tanken dürfen

Video

Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ramy RC vor seinem Lufthansa-Airbus-A380: Ganz schön groß.
Ein Airbus A380 als Modellflugzeug klingt spektakulär – doch das von Ramy RC sprengt selbst in der Modellbauwelt die Dimensionen. Der Nachbau des Lufthansa-Superjumbos mit Speziallackierung ist fast neun Meter lang und kann tatsächlich fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack