Flughafen Wien: Es bleibt wohl bei zwei Pisten.

GerichtsentscheidFlughafen Wien darf keine dritte Piste bauen

Seit Jahren kämpft der Flughafen Wien für eine dritte Piste. Damit will er das erwartete Wachstum bewältigen. Doch nun hat ein Gericht dem Airport eine Absage erteilt - aus Umweltschutzgründen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Seit zehn Jahren kämpft der Flughafen Wien für eine dritte Piste. «Die langfristig zu erwartende Entwicklung im internationalen Flugverkehr ist über das jetzige System mit zwei sich kreuzenden Pisten nicht zu bewältigen», begründet er seinen Wunsch für den Ausbau der Infrastruktur. Die beiden heutigen Start- und Landebahnen seien aus Kapazitätssicht eben nicht wirklich zwei Bahnen, sondern nur 1,6. Denn gebraucht werden können sie wegen dem Schnittpunkt in der Verlängerung nur abwechslungsweise.

Darum möchte das Management eine neue Piste 11R/29L bauen. Sie würde 2.400 Meter südlich und parallel zur bestehenden Bahn 11L/29R zuliegen kommen. Die zusätzliche Start- und Landebahn bedeute auch «weniger Verspätungen, weniger Treibstoffverbrauch und Lärm durch Vermeidung von Warteschleifen der Flugzeuge in Stoßzeiten», so der Flughafen Wien.

CO2-Belastung als Killer

Doch gegen die Pläne des Flughafens Wien haben 28 Privatpersonen und Organisationen (darunter auch die Stadt Wien) Einspruch erhoben. Und nun haben sie Recht bekommen. Die dritte Piste kann nicht gebaut werden.

Das österreichische Bundesverwaltungsgericht hat standortpolitische und arbeitsmarktpolitische Aspekte, den Bedarf aufgrund der steigenden Flugbewegungen sowie die Frage der Flugsicherheit geprüft. Es kam zu Schluss, dass «das öffentliche Interesse am Schutz vor den negativen Folgen des Klimawandels, insbesondere durch die hohe CO2-Belastung» höher zu bewerten sei «als die positiven öffentlichen Interessen an der Verwirklichung des Vorhabens», so die Argumentation der Richter.

Zu wenig eigene Maßnahmen

Mitberücksichtigt wurden bei der Entscheidung nach Angaben des Bundesverwaltungsgerichts, dass die Grundrechte-Charta der Europäischen Union, die österreichische Bundesverfassung und die niederösterreichische Landesverfassung dem Umweltschutz und insbesondere dem Klimaschutz einen hohen Stellenwert einräumen und Österreich sich international und national zur Reduktion der Treibhausgasemissionen verpflichtet habe. Die Möglichkeiten des Flughafens, den CO2-Ausstoß durch eigene Maßnahmen zu verringern wie etwa die Installation von Solar- bzw. Photovoltaik-Anlagen oder etwa die Umstellung der Wagenflotte auf Elektro-Autos, seien nicht ausreichend.

Der Flughafen Wien nimmt die «Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts mit Bedauern zur Kenntnis», wie er in einer Medienmitteilung erklärte. Man werde gegen das Urteil vorgehen und es an den Verwaltungsgerichtshof weiterziehen. «Sollte es aufgrund dieser Entscheidung zu keiner dritten Piste kommen, so hätte das negative Auswirkungen auf die künftigen Entwicklungsmöglichkeiten des Wirtschafts- und Tourismusstandortes Österreich», kommentiert er weiter.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin