Flughafen Wien: Es bleibt wohl bei zwei Pisten.

GerichtsentscheidFlughafen Wien darf keine dritte Piste bauen

Seit Jahren kämpft der Flughafen Wien für eine dritte Piste. Damit will er das erwartete Wachstum bewältigen. Doch nun hat ein Gericht dem Airport eine Absage erteilt - aus Umweltschutzgründen.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Seit zehn Jahren kämpft der Flughafen Wien für eine dritte Piste. «Die langfristig zu erwartende Entwicklung im internationalen Flugverkehr ist über das jetzige System mit zwei sich kreuzenden Pisten nicht zu bewältigen», begründet er seinen Wunsch für den Ausbau der Infrastruktur. Die beiden heutigen Start- und Landebahnen seien aus Kapazitätssicht eben nicht wirklich zwei Bahnen, sondern nur 1,6. Denn gebraucht werden können sie wegen dem Schnittpunkt in der Verlängerung nur abwechslungsweise.

Darum möchte das Management eine neue Piste 11R/29L bauen. Sie würde 2.400 Meter südlich und parallel zur bestehenden Bahn 11L/29R zuliegen kommen. Die zusätzliche Start- und Landebahn bedeute auch «weniger Verspätungen, weniger Treibstoffverbrauch und Lärm durch Vermeidung von Warteschleifen der Flugzeuge in Stoßzeiten», so der Flughafen Wien.

CO2-Belastung als Killer

Doch gegen die Pläne des Flughafens Wien haben 28 Privatpersonen und Organisationen (darunter auch die Stadt Wien) Einspruch erhoben. Und nun haben sie Recht bekommen. Die dritte Piste kann nicht gebaut werden.

Das österreichische Bundesverwaltungsgericht hat standortpolitische und arbeitsmarktpolitische Aspekte, den Bedarf aufgrund der steigenden Flugbewegungen sowie die Frage der Flugsicherheit geprüft. Es kam zu Schluss, dass «das öffentliche Interesse am Schutz vor den negativen Folgen des Klimawandels, insbesondere durch die hohe CO2-Belastung» höher zu bewerten sei «als die positiven öffentlichen Interessen an der Verwirklichung des Vorhabens», so die Argumentation der Richter.

Zu wenig eigene Maßnahmen

Mitberücksichtigt wurden bei der Entscheidung nach Angaben des Bundesverwaltungsgerichts, dass die Grundrechte-Charta der Europäischen Union, die österreichische Bundesverfassung und die niederösterreichische Landesverfassung dem Umweltschutz und insbesondere dem Klimaschutz einen hohen Stellenwert einräumen und Österreich sich international und national zur Reduktion der Treibhausgasemissionen verpflichtet habe. Die Möglichkeiten des Flughafens, den CO2-Ausstoß durch eigene Maßnahmen zu verringern wie etwa die Installation von Solar- bzw. Photovoltaik-Anlagen oder etwa die Umstellung der Wagenflotte auf Elektro-Autos, seien nicht ausreichend.

Der Flughafen Wien nimmt die «Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts mit Bedauern zur Kenntnis», wie er in einer Medienmitteilung erklärte. Man werde gegen das Urteil vorgehen und es an den Verwaltungsgerichtshof weiterziehen. «Sollte es aufgrund dieser Entscheidung zu keiner dritten Piste kommen, so hätte das negative Auswirkungen auf die künftigen Entwicklungsmöglichkeiten des Wirtschafts- und Tourismusstandortes Österreich», kommentiert er weiter.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies