Unfall der Boeing 777 von EmiratesFlughafen Dubai fährt Betrieb wieder hoch

Nach der Bruchlandung der Boeing 777 von Emirates wurde der Dubai International Airport geschlossen. Nun starten wieder erste Flüge. Der Schaden für die Golfairline ist groß, nicht nur weil das Fugzeug total ausbrannte.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Ein neu aufgetauchtes Video zeigt die letzten Sekunden der Rutschpartie der am Mittwoch (3. August) verunglückten Boeing 777-300 von Emirates. Mit hoher Geschwindigkeit schlittert die Maschine über Piste 12L des Dubai International Airports, bevor sie sich nach rechts dreht und zum Stillstand kommt. Ein Triebwerk scheint dabei abgetrennt worden zu sein. Der aufsteigende Rauch wird nach dem Stopp zunehmend stärker und dunkler.

Noch immer ist nicht klar, was ursächlich das Unglück auslöste. Der Funkverkehr zwischen Kontrollturm und Piloten verlief normal. Es war keine Rede von einem Notfall. Plötzlich aber entschied sich die Cockpitbesatzung für ein Durchstarten. Die Boeing 777 befand sich da schon sehr tief über der Piste. Das Fahrwerk wurde gemäß verschiedenen Berichten schnell wieder eingefahren. Doch das Flugzeug gewann nicht an Höhe. Es knallte mit voller Wucht auf die Piste.

München-Flug kehrte um

Auch wenn der auf die Bruchlandung folgende Brand von der Feuerwehr gelöscht werden konnte; die Maschine erlitt beim Unglück Totalschaden. Außerdem kam laut einem Bericht der Zeitung The National ein Feuerwehrmann bei den Löscharbeiten ums Leben. Aufnahmen vom Nachmittag zeigen die Boeing 777 völlig ausgebrannt. Die Decke fehlt quasi auf der ganzen Länge.

Emirates musste ihren Betrieb nach dem Unfall quasi einstellen, weil ihr Drehkreuz geschlossen war. So wurden rund 30 Flüge ganz gestrichen, darunter die beiden Verbindungen EK83 und EK84 nach Genf. Vier Langstreckenverbindungen kehrten zurück an ihren Ausgangsort zurück, etwa der Flug EK54 aus München. Wiederum rund 20 Flüge wurden nach Dubai World Central, Al Ain, Fujairah, Sharjah, Muscat oder Bahrain umgeleitet. Die restlichen Verbindungen hatten stundenlange Verspätungen.

Zuerst große Flugzeuge

Um 18:30 Uhr Lokalzeit (16:25 Uhr MESZ) fuhr der Dubai International Airport nach rund sechs Stunden Unterbruch seinen Betrieb langsam wieder hoch. Dabei wird großen Maschinen Vorrang gewährt. Das heißt, Emirates mit ihrer riesigen A380-Flotte wird am Anfang fast als einzige Airline starten können.

Mehr zum Thema

Airbus A380 von Emirates: 15 der Superjumbos der Fluglinie müssen zur Detail-Inspektion.

Airbus A380 von Emirates und Qantas müssen schnell zur Flügelinspektion

ticker-emirates

Emirates verschenkt Hotelübernachtungen in Dubai

ticker-emirates

Emirates erhöht Frequenz nach Accra

ticker-emirates

Italienische Datenschutzbehörde verhängt Strafe von 180.000 Euro gegen Emirates

Video

Der weltgrößte Papierflieger: Er flog über 59 Meter.
Papierflieger kennt jedes Kind. Doch dieses Exemplar sprengt alle Dimensionen: Mit mehr als 20 Metern Spannweite und einem Flug über 59 Meter hat ein Team aus Italien den Weltrekord für das größte flugfähige Papierflugzeug geholt - und Deutschland entthront.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Electra aero: So soll das Regionalflugzeug aussehen.
Der erfolgreiche Testflug des Kurzstartflugzeugs EL2 ist für Electra Aero nur der Anfang. Das Unternehmen entwickelt bereits ein deutlich größeres Verkehrsflugzeug für 100 Passagiere, das dank eines ungewöhnlichen Antriebskonzepts sehr effizient fliegen soll.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
bundeswehr luftwaffe airbus a400 m venezuela hilfe 02
Die deutsche Luftwaffe schickt Airbus A400 M nach Venezuela, um nach den verheerenden Erdbeben dort zu helfen. Auch kommerzielle Fluglinien stellen Flugzeuge zur Verfügung - so etwa Vietnam Airlines oder Iberia.
Timo Nowack
Timo Nowack