Landung am Flughafen Bern: Es ist ruhig geworden am Airport.

Flughafen Bern«Sehen neue Strecken für Skywork»

[image1]Wie lockte der Flughafen Bern BMI Regional an? Was für Folgen hat die Konkurrenz für Skywork? Das erklärt Flughafen-Strategiechef Daniel Steffen.

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span style="font-size: 1em;">Ab dem 29. März fliegt BMI Regional neu von Bern nach München – im Codeshare mit Lufthansa. Damit wird der Flughafen der Schweizer Hauptstadt an das Drehkreuz der deutschen Fluglinie angeschlossen. Was bringt das dem Flughafen Bern? Und ist das keine Gefahr für den Heimanbieter Skywork? aeroTELEGRAPH sprach mit dem Strategiechef Daniel Steffen. Er ist am kleinen Schweizer Airport zuständig für die Kundenakquisition.

BMI startet gleich mit 15 wöchentlichen Flügen in Bern. Was bedeutet dieser Zuzug für den Flughafen?

Daniel Steffen: Der Flughafen Bern ist seit längerem daran, wieder eine Anbindung an eines der großen europäischen Drehkreuze zu realisieren. Dies ist auch eine strategische Vorgabe des Verwaltungsrates und eine klare Forderung des Marktes. Diese Vorgabe konnten wir und mit BMI und Lufthansa über München wieder realisieren. Die Bedeutung liegt also mehr im Markt. Bern ist wieder auf der weltweiten Landkarte der größten Luftfahrtallianz.

Wie kam es eigentlich dazu? Gingen Sie auf BMI zu oder kam BMI auf Bern zu?

Der Flughafen Bern spricht mit vielen potenziellen Fluglinien und präsentiert den Flughafen und die Region. Dies tun alle Flughäfen dieser Welt.

Machten Sie BMI irgendwelche Zugeständnisse, werden Gebühren erlassen oder hohe Marketingbeiträge gezahlt?

Der Flughafen Bern hat ein publiziertes Gebührenreglement. Danach richten sich die Kosten und Abgaben. Er ist zudem allgemein für das Standortmarketing zuständig, die Airline für die Vermarktung der Strecke. Diese allgemein anerkannte Grundhaltung in der Luftfahrt halten wir auch in Bern so.

So gut es für den Flughafen ist, für Ihren Homecarrier Skywork ist die neue Konkurrenz bitter. Schmerzt Sie das nicht?

Da müssen sie Skywork fragen. Der Flughafen Bern sieht aber noch einige interessante potenzielle Strecken für Skywork.

Sie riskieren aber doch, dass Skywork derart geschwächt wird, dass Sie Ihren Heimanbieter verlieren...

Ich sehe das nicht so. Skywork hat mit dem frühen Abflug in Bern nach München einen klaren Flugplanvorteil für die wichtigen Geschäftskunden. Diesen sollten sie aktiv vermarkten.

Warum wurde denn ausgerechnet die München-Strecke gewählt - also die beste Strecke von Skywork. Hätte BMI nicht auch nach Frankfurt fliegen können?

Der Entschied, welches Drehkreuz bedient wird, liegt beim Netzwerkcarrier, der ihn bedient. Die Lufthansa kennt den Markt Bern und die Strecke nach München selber bestens und kann das Potenzial sehr gut einschätzen.

Airlines beklagen sich immer wieder über die hohen Gebühren in Bern. Was antworten Sie darauf?

Jeder, der in Bern oder auf einem anderen Flughafen dieser Welt anfängt zu fliegen, kennt die Rahmenbedingungen und Kosten vorgängig und muss sie wohl auch in seinen Businessplan einbeziehen. Sonst hat er keine seriöse Analyse betrieben. Hinterher auf die Flughäfen los zu gehen und sich öffentlich über die Kosten zu beklagen, ist eigentlich schlechter Stil.

Dennoch gibt es immer wieder Kritik.

Allgemein haben die Schweizer Flughäfen, wie jede Schweizer Firma auch, mit Schweizer Kosten zu rechnen. Man wird hier keine Mitarbeiter mit 400 Euro Monatslohn finden. Die ganzen Sicherheitskosten werden hierzulande zudem auf die Flughäfen abgewälzt, obwohl dies eine hoheitliche Aufgabe wäre. Zudem muss man ja klar festhalten, dass wenn der Schweizer und somit auch der Berner Markt für Airlines dermaßen unattraktiv und unrentabel wäre, wohl keiner freiwillig sich die Schweiz als Markt aussucht.

[image2]Daniel Steffen ist Chief Commercial Officer des Flughafens Bern und dabei auch für die Kundenakquisition sowie die Entwicklung von Streckennetz und Flugbewegungen zuständig.



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