Flughafen Amsterdam: Der Vorstand sieht Nachholbedarf.

MilliardeninvestitionenFlughafen Amsterdam sagt: «Mea culpa, mea maxima culpa!»

Der niederländische Airport gibt zu, zu stark auf Wachstum statt auf Qualität gesetzt zu haben. Mit Milliardeninvestitionen will der Flughafen Amsterdam jetzt wieder besser werden.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Solch klare Worte hört man von Unternehmen so gut wie nie. Meistens packen sie auch die negativste Nachricht in Watte, sodass man sie schon fast als positiv empfinden könnte. Nicht so die Royal Schiphol Group. Sie legt schon fast eine öffentliche Beichte ab. Man habe sich «jahrelang zu sehr auf Kosten und Wachstum konzentriert», erklärt sie in einer aktuellen Mitteilung.

Und Vorstandsvorsitzender Ruud Sondag fährt darin nochmals klarer fort: «Quantität ging vor Qualität und das hat den Werten unseres Flughafens nicht gut getan. Wir müssen die Dinge anders angehen.» Man müsse aufholen, um am Amsterdam Airport Mitarbeitenden, Reisenden und Fluggesellschaften die notwendige Qualität bieten zu können. Doch die Führung des Airports sagt nicht einfach nur: «Mea culpa, mea maxima culpa!»

Gesünderes Arbeitsumfeld, umweltfreundlicher

Für die Aufholjagd investiert der niederländische Flughafen drei Milliarden Euro. Zum einen finanziert er neue Hebebühnen für Reisende mit Beeinträchtigungen, neue Pausenräume, neue elektrische Fahrzeuge und eine neue Elektrozentrale. So will er den Angestellten ein besseres und gesünderes Arbeitsumfeld bieten sowie gleichzeitig umweltfreundlicher werden.

Die neuen und laufenden Projekte des Flughafens Amsterdam. Bild: Schiphol Group

Andererseits investiert die Schiphol Group auch in die Infrastruktur am Flughafen Amsterdam, um Sicherheit und Passagierkomfort zu verbessern. So werden Zubringerstraßen erneuert und die Standplätze für Flugzeuge erneuert. Zudem wird der Rollweg Quebec zwischen Kaagbaan und Zwanenburgbaan bereits seit 2019 zu einem doppelten Rollweg gemacht, was die Sicherheit erhöht und Staus am Boden verringert. Das gigantische Projekt, bei dem auch die Brücke über die Autobahn A4 verbreitert wurde, soll in den kommenden Jahren abgeschlossen werden.

Neuer Pier A, modernisierter Pier C

Doch Amsterdam will noch mehr erneuern. So modernisiert der Flughafen im Terminal in den kommenden Jahren mehr als 200 Gehwege und Aufzüge sowie 18 Fluggastbrücken. Auch große Teile des derzeitigen Gepäcksystems plant er zu ersetzen. Das größte Teilprojekt ist aber der Bau des neuen Pier A, der westlich von Pier B entsteht.

Aktuell arbeite man an den Plänen, im Herbst 2024 werde man mehr Details dazu bekannt geben, so die Betreiberin des Flughafens Amsterdam. Schon bald soll die Erneuerung des Flugsteigs C aus dem Jahr 1967 starten. Dabei werden Technik, Systeme, Raumgestaltung und Bestuhlung erneuert.

Mehr zum Thema

Landendes Flugzeug in Amsterdam: Die Regierung will die Zahl der Flüge beschränken.

Flughafen Amsterdam bekommt eine Wachstumsgrenze

Der Beitrag von Vrije Vogels: Ist auf Niederländisch, Untertitel lassen sich für ein Grundverständnis aber per Youtube-Einstellungen automatisiert ins Deutsche übersetzen.

Hat der Airport Amsterdam Schiphol ein Sicherheitsproblem?

Flughafen Amsterdam erwartet bis zu 64 Millionen Passagiere

Flughafen Amsterdam erwartet bis zu 64 Millionen Passagiere

Marjan Rintel: Die KLM-Chefin kritisiert langsame Zugverbindungen in Deutschland.

KLM-Chefin sind Bahn-Verbindungen in Deutschland zu langsam

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin