Flughund: An Australiens Westküste weit verbreitet.

Australischer FlughafenWenn es im Landeanflug «Vorsicht, Flughunde» heißt

Boeing 737, De Havilland Canada Dash 8-400, Embraer E190 und Fokker 100 fliegen regelmäßig Rockhampton an. Doch Flugzeuge sind am australischen Flughafen in der Unterzahl.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Wenn ein Flugzeug in der Luft mit etwas kollidiert, ist es meist ein Vogel - zumindest in Europa. In Australien dagegen schrieb die Transportsicherheitsbehörde ATSB bereits 2015 in einem Bericht über Luftfahrt-Zusammenstöße mit Tieren: «Flughunde und Fledermäuse waren im Zeitraum von 2006 bis 2015 weiterhin die am häufigsten betroffenen Arten in Australien. Die meisten dieser Vorfälle ereigneten sich an der Ostküste Australiens.»

An der Ostküste liegt auch der Regionalflughafen Rockhampton. Den Großteil der Linienflüge dort führen Qantas Link, Virgin Australia und Alliance Airlines nach Brisbane durch. Zum Einsatz kommen Boeing 737 oder kleinere Flugzeuge wie De Havilland Canada Dash 8-400, Embraer E190 oder Fokker 100.

Bis zu 10.000 Flughunde

Für deutlich mehr Flugbewegungen sind aber Flughunde verantwortlich, die im Botanischen Garten der Stadt leben - in der Brutzeit sind es bis zu 10.000. Und das stellt auch eine Herausforderung für den Flughafen da.

«Zu dieser Jahreszeit ziehen sie zwischen Lagerplätzen hin und her und suchen nach Orten, an denen sie sicher schlafen und Nahrung finden können», erklärte Biologieprofessor Simon Robson dem Sender ABC News Ende März. Essbares würden die vor allem dämmerungs- und nachaktiven Tiere ab der Zeit des Sonnenuntergangs suchen.

Warnung von der Flugsicherung

Die Flugsicherung informiert Cockpitcrews über nahe Flughundschwärme, die eine Gefahr darstellen könnten. Flugzeuge im Anflug drehen dann Warteschleifen, bis die Tiere abgezogen sind. Sowohl Qantas als auch Virgin Australia bestätigten, dass ihre Flugzeuge im März betroffen waren. Ein Qantas-Flug ab Rockhampton fiel sogar aus, weil die Maschine zuvor bei der Landung mit einem der Tiere kollidiert war.

Der Stadtrat erklärte, er habe zwar Möglichkeiten, Flughundschwärme zu zerstreuen, etwa mit Rauch oder Licht. Allerdings seien die Möglichkeiten während der Brutzeit begrenzt.

Massive Rodungen Problem für Tiere

Professor Robson sagte, das Leben der fliegenden Säugetiere werde durch massive Rodung immer schwieriger. «Sie entscheiden sich nicht dafür, in der Nähe des Flughafens zu wohnen - aber angesichts der begrenzten Auswahlmöglichkeiten ist es für sie offensichtlich kein schlechter Ort», so der Biologe.«Sie sind ein wichtiger Teil der australischen Artenvielfalt und wir müssen an Möglichkeiten arbeiten, mit ihnen zusammenzuleben.» Dazu gehöre auch die Anpassung von Flugzeug-Flugzeiten.

Flughunde ernähren sich pflanzlich, von Nektar, Pollen, Früchten und Blüten. Der Stadtrat von Rockhampton erklärt auf seiner Webseite: «Flughunde spielen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Samen und der Bestäubung von Blütenpflanzen.» Da sie sehr mobil seien, könnten sie Samen lokal und über große Entfernungen transportieren. «Ihre hohe Mobilität macht Flughunde zudem zu sehr effektiven Waldbestäubern, was den Genpool und die Gesundheit der einheimischen Wälder stärkt.»

Mehr zum Thema

Ein Airbus A320 von Jetstar (hier ein Archivbild eines anderen Exemplars): Solch ein Flieger war am 9. August in den Vorfall verwickelt.

Zwei Beinahe-Kollisionen setzen Flugsicherung in Sydney unter Druck - Chef muss zum Rapport

ticker-singapore-airlines

Australien genehmigt vorläufig engere Zusammenarbeit von Singapore Airlines und All Nippon Airway

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.

Airbus A350-1000 ULR glückt Australien-Debüt

Crew von Vietjet Air: Bisher nur auf internationalen Flüge in Australien.

Vietnamesischer Billigflieger will australischen Inlandsmarkt aufmischen

Video

Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack
Comac C919 von China Southern Airlines: Außen fix und innen?
Bislang setzt Shenzhen Airlines ausschließlich auf Airbus und Boeing. Nun möchte die mehr als 200 Flugzeuge starke Air-China-Tochter auch die Comac C919 einsetzen. Interesse gibt es auch von Loong Air. Das Problem: Lieferketten und Produktionsgeschwindigkeit bremsen den chinesischen Hersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin