<strong>Platz 6: </strong>Vereinigtes Königreich: 20.906 Starts pro Woche. Hier zu sehen, der Flughafen London-Heathrow.

Werbung für dritte PisteÜberholt Paris-Charles de Gaulle London-Heathrow?

Der Londoner Flughafen ist der größte Europas. Doch Heathrow befürchtet, dass er bald von Paris-Charles de Gaulle überholt wird.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Der größte Flughafen Europas wächst. 2019 zählte London-Heathrow 80,8 Millionen Passagiere - ein Prozent mehr als im Vorjahr. Dennoch ist Chef John Holland-Kaye nicht zufrieden. Denn der engste Rivale legte vergangenes Jahr deutlich mehr zu. Paris-Charles de Gaulle steigerte sich um 5,4 Prozent auf 76,2 Millionen Reisende.

Was Holland-Kaye aber am meisten Sorgen bereitet, ist die langfristige Betrachtung. Der britische Flughafen ist in der abgelaufenen Dekade um 23 Prozent gewachsen, der französische dagegen um 31 Prozent. Bleiben die Wachstumsraten unverändert, überhole Charles de Gaulle Heathrow in den kommenden zwei Jahren, befürchtet der Manager.

Plan: 115 Millionen Passagiere pro Jahr

«Wenn wir ein wirklich globales Großbritannien sein wollen, müssen wir besser mit den globalen Märkten verbunden sein als unsere Rivalen in Europa. Es wäre eine wirtschaftliche Katastrophe, wenn das Land zurückfällt, gerade jetzt wo wir die EU verlassen», so Holland-Kaye in einer Mitteilung. Seine Botschaft zielt jedoch weniger auf den Brexit. Der Manager hat Angst um das Projekt dritte Piste.

Die britische Regierung hatte vor drei Jahren entschieden, dass Heathrow ausgebaut wird, um die Kapazität an Londons Flughäfen zu erweitern, die langsam knapp wird. Dazu sind am Airport eine dritte Piste und ein neues Terminal geplant. So soll er 115 Millionen Passagiere jährlich aufnehmen können.

Boris Johnson ziert sich

Doch es gibt Opposition. Zum einen kämpfen Umweltgruppen und Anwohner gegen die dritte Piste. Zum anderen hält British-Airways-Mutter IAG sie zwar für wichtig, das Projekt aber viel zu teuer. Und dann hat sich auch Premierminister Boris Johnson nie für die dritte Piste in Heathrow ausgesprochen. Als er noch Bürgermeister von London war, war er sogar ein vehementer Gegner des Ausbaus. Er werde sich vor die Bulldozer legen, wenn die auffahren würden, hatte er einmal gesagt.

Wirtschaftsvertreter haben Johnson bereits aufgerufen, sich hinter die dritte Piste zu stellen. Doch der Premier ziert sich. Das Projekt erlitt zudem kürzlich einen Rückschlag, weil Pläne zur Finanzierung über höhere Gebühren von der Luftfahrtbehörde abgelehnt wurden. Die geplante Eröffnung im Jahr 2026 gilt inzwischen als nicht mehr wahrscheinlich, eher wird es 2027 oder sogar 2029.

Mehr zum Thema

Flugzeug im Anflug auf London Heathrow: Kein Ausweg mehr in Sachen Kostensteigerung?

British Airways tobt, Virgin Atlantic frohlockt

Heathrow spart - IAG trotzdem nicht zufrieden

Heathrow spart - IAG trotzdem nicht zufrieden

Eine neue Nordwest-Piste (links) wäre für jedes Flugzeug ansteuerbar und 3200 Meter lang.

Die wichtigsten Fragen zum Ausbau in Heathrow

Passagierin in London-Heathrow: Neuer Aktionär im Anflug.

Mehrheit des Flughafens London-Heathrow gehört jetzt arabischen und asiatischen Staaten

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies