Keine USA-Flüge mehrTrumps Einreisestopp trifft Lufthansa und Co. ins Mark

Pro Monat gibt es fast 2400 Flüge zwischen Deutschland, Österreich sowie der Schweiz und den USA. Ihr Wegfall trifft Airlines und Flughäfen hart.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Die Worte von Donald Trump haben es in sich. «Um zu verhindern, dass neue Fälle bei uns ankommen, werden wir für die nächsten 30 Tage alle Einreisen aus Europa in die Vereinigten Staaten aussetzen. Die neuen Regeln treten am Freitag um Mitternacht in Kraft», sagte der Präsident der USA am Mittwochabend Ortszeit in einer Fernsehrede zur Coronavirus-Epidemie. Damit überraschte er alle.

Der massive Einreisestopp war in der Europäischen Union nicht erwartet worden. Man sei nicht vorher informiert worden, erklärte ein EU-Vertreter gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Und so bleiben viele Flüge in die Vereinigten Staaten für die Zeit nach dem Inkrafttreten des Banns vorerst in den Systemen. Lufthansa erklärte: «Wir bewerten derzeit die Auswirkungen der kürzlich vom US-Heimatschutzministerium verkündeten Richtlinien auf unseren Flugbetrieb in die Vereinigten Staaten».

 7991 Flüge monatlich betroffen

Der Einreisestopp der USA hat es aber in sich. Er trifft die bereits geschwächte Luftfahrtbranche im Mark. Denn auf Transatlantikstrecken verdienen sie dank hohem Anteil von Geschäftsreisenden trotz knallhartem Wettbewerb gutes Geld. Ab sofort dürfen jedoch Menschen nicht mehr in die Vereinigten Staaten einreisen, die sich in den 14 Tagen zuvor im Schengenraum aufgehalten - also in Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, der Schweiz, Tschechien und Ungarn. Ausgenommen sind nur Bürger der USA und Menschen mit dauerhafter Aufenthaltserlaubnis in den USA.

Flüge aus diesen Ländern in die USA sind daher faktisch nicht mehr möglich. Um welche Dimensionen bei diesem Verbot geht, zeigen Zahlen des Luftfahrtdatenabieters OAG. Bevor die Krise ausbrach, waren zwischen dem Schengenraum und den USA für den April insgesamt 7991 Flüge geplant. Auf ihnen hätten 2,3 Millionen Sitzplätze zur Verfügung gestanden.

Lufthansa, Swiss und Austrian mit vielen Flügen

Besonders brutal trifft die Maßnahme von Donald Trump die Lufthansa-Gruppe. Sie alleine plante für den April 1498 Frequenzen aus ihren drei wichtigsten Märkten in die USA. Hinzu kommen 60 Flüge von Brussels Airlines ab Belgien. Die blaue Kernmarke hat dabei mit 921 Flügen das größte Angebot. Bei Swiss sind es 318 und bei Austrian Airlines sind es 159 Flüge (siehe Grafik).

Aber auch amerikanische Airlines leiden stark. Denn sie dürften nur noch Bürger der USA mitnehmen und mit Crews fliegen, die während 14 Tagen nicht mehr in Europa waren und diese dann erst noch umgehend zurückfliegen.

Flughäfen stark betroffen

Nicht nur die Fluggesellschaften leiden. Der Flughafen Frankfurt verliert im April auf einen Schlag 1113 Flüge mit 356.000 Sitzplätzen. In München gehen 515 Flüge verloren, in Zürich 424, in Wien 159 und in Düsseldorf 83, in Genf 64, in Berlin 30.

Mehr zum Thema

Geparkter Airbus A380 von Lufthansa: Der Superjumbo ist derzeit unprofitabel.

Corona-Krise macht Airbus A380 flügellahm

Panorama Lounge in Frankfurt: Ab dem 16. März geschlossen.

Lufthansa schließt Lounges in Frankfurt und München

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Video

Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies