Zufahrt in Stansted: Eigentümerin BAA will den Flughafen nicht ziehen lassen.

Stansted ein Menschenrecht?

Die britische Airport-Betreiberin BAA soll zwei Flughäfen verkaufen. Doch sie wehrt sich nun - mit ungewöhnlichen Mitteln.

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Die Wettbewerbshüter der Insel waren klipp und klar: BAA muss zwei ihrer sechs Flughäfen im Vereinigten Königreich verkaufen. Und zwar sagten sie letzte Woche in ihrem endgültigen Entscheid auch gleich, welche: Stansted und Edinburgh oder Glasgow. Doch die Flughafenbetreiberin, die aus der ehemaligen staatlichen British Airport Authority hervorgegangen ist, will sich dem Urteil nicht fügen. BAAs spanische Eigentümerin Ferrovial plane offenbar den Gang vor das Verfassungsgericht, schreibt die Zeitung The Independent.

Gemäß dem britischen Blatt haben BAA und Ferrovial Angst, dass der Zeitpunkt für einen Verkauf ungünstig ist - da sich die Branche nicht im besten Zustand befindet. Dadurch würde sich der Erlös vermindern. Doch Stansted ist ganz einfach auch ein Filetstück des Unternehmens. Immerhin ist der Airport der drittgrößte Londons nach Heathrow und Gatwick. Darum prüft BAA nun offenbar gar den Gang an den Europäischen Menschengerichtshof in Straßburg, wie der Independent berichtet.

Ein langer Streit

Die rechtlichen Geplänkel können zwei Hintergründe haben. Einerseits könnten sie den Verkauf nochmals verzögern, der Streit mit der Wettbewerbsbehörde dauert schon Jahre. Zudem könnte ein Urteil dazu führen, dass BAA im Nachhinein entschädigt würde, selbst wenn der Verkauf über die Bühne geht.

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