Flughafen Châlons Vatry: Nannte sich zuerst Paris-Vatry, nun nur noch XCR.

Vatry in FrankreichRyanair lässt Flughafen um seine einzigen Linienflüge zittern

Der Linienverkehr am französischen Regionalflughafen Vatry besteht derzeit nur aus zwei Ryanair-Strecken. Jetzt droht deren Schließung. Doch es gibt Verwirrung.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Der Flughafen Châlons Vatry liegt 160 Kilometer östlich von Paris. Diese Distanz hielt weder den Airport noch Ryanair nicht davon ab, ihn als Paris-Vatry zu vermarkten. Der Billigflieger ist derzeit die einzige Fluglinie, die Passagieren dort Linienflüge anbietet.

Montags und samstags geht es nach Marrakesch in Marokko, mittwochs und sonntags nach Porto in Portugal. Doch damit soll nun Schluss sein. Grund ist die Erhöhung der staatlichen «Solidaritätsabgabe auf Flugtickets» (Taxe de Solidarité sur les Billets d'Avion, kurz TSBA) ab März 2025. Sie steigt in der Economy Class auf Europaflügen von 2,63 Euro auf 7,40 Euro.

«Katastrophalen Neuigkeiten»

In einem vertraulichen Ryanair-Schreiben an den Flughafen, das die Zeitung L'Union veröffentlichte, erklärte Ryanair schon am 21. Februar, man sehe sich gezwungen, «Kapazitäten von französischen Flughäfen wie Vatry» abzuziehen. Auch für andere Regionalflughäfen wie Limoges, Carcassonne und Perpignan ein Grund zur Sorge.

Am 13. März teilte das Département Marne, in dem der Flughafen Vatry liegt, dann mit, Ryanair habe angekündigt, Ende März die beiden Routen zu schließen und sich ganz von dem Airport zurückzuziehen. Das habe die Airline gegenüber dem Flughafenchef Fabrice Pauquet angekündigt. Jean-Marc Roze, Chef des Département-Rats, sprach von «katastrophalen Neuigkeiten». Ryanair mache rund 85 Prozent der Fluggäste im Jahr aus.

Flüge weiterhin auf Ryanair-Webseite

Allerdings blieben Flüge bis über Ende März hinaus im Buchungssystem auf der Webseite von Ryanair - auch heute finden sie sich noch dort. Das Département rät von Buchungen ab. Es verwies gegenüber L'Union darauf, dass Ryanair mit Gutscheinen entschädige.

Eine Kundin, die bereits zuvor für Mai Ryanair-Flüge nach Marrakesh gebucht hatte, kontaktierte die Airline, wie sie der Zeitung Le Parisien schilderte. Ryanair habe ihr im Chat versichert, dass die Flüge weiterhin geplant und die Medieninformationen falsch seien.

Andere Optionen - aber nicht 2025

Dagegen erklärte Flughafenchef Pauquet gegenüber L'Union auch am 20. März noch, er habe keine Neuigkeiten von der irischen Fluggesellschaft erhalten. Wenn Ryanair sich zurückziehe, gebe es aber «ernsthafte Optionen» für «Strecken in Länder der Europäischen Union und des Mittelmeerraums» - allerdings nicht vor dem Frühjahr 2026.

Neben den Linienflügen gibt es am Flughafen Vatry saisonale Passagiercharterflüge, welche die übrigen rund 15 Prozent der Fluggäste ausmachen. Außerdem findet Cargoverkehr statt.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Ryanair erstmals seit Börsengang im Jahr 1997 schuldenfrei

ticker-ryanair

Viertes Flugzeug: Ryanair baut Präsenz in Bratislava aus

Airbus A321 Neo von Eurowings: Im Winter hat die Fluglinie elf Jets am BER.

Eurowings will Lücken schließen, die Ryanair in Berlin hinterlässt

ticker-ryanair

Ryanair steigert Jahresgewinn um 40 Prozent und will in Albanien, Italien, Marokko, der Slowakei und Schweden wachsen

Video

privatjet nigeria landung
Eine Bombardier Challenger 600 musste in Nigeria außerhalb des Flughafens Asaba auf einer Straße aufsetzen. Während alle Insassen unverletzt blieben, sorgte wenige Stunden später ein eigenmächtiger Start des Privatjets für Ermittlungen der Luftfahrtbehörden.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Papst Leo: Offenbar auch ein Luftfahrtfan.
Kampfjet-Eskorte, Funkkontakt und ein Platz auf dem Jumpseat: Papst Leo XIV. erlebte bei einem Flug durch Spanien einen besonderen Moment.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Draco Aircraft will die Draco Hyper-Stol in Serie bauen: Entwickelt wurde sie von einem Tüftler aus den USA.
Ein Motorausfall über Utah brachte Mike Patey dazu, ein Buschflugzeug mit einer Turboprop-Turbine auszustatten. Das Flugzeug wurde zum Hit. Nun will ein polnisches Startup das Konzept zur Serienreife bringen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies