Magnetschwebahn: Künftig auch am Flughafen München im Einsatz?

MachbarkeitsstudieFlughafen München prüft Magnetschwebebahn

Die Magnetschwebebahn bekommt am Flughafen München eine neue Chance. Dimensionen wie einstige Transrapid-Pläne soll das Ganze aber nicht annehmen.

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Das deutsche Verkehrsministerium hat eine Machbarkeitsstudie zu Magnetschwebebahnen in Auftrag gegeben. Damit wolle man «neben klassischen Nahverkehrssystemen wie Regionalbahn, U-Bahn oder Straßenbahn das Potenzial innovativer Anwendungen im Nahverkehr testen», so Verkehrsminister Andreas Scheuer. «Im ersten Teil der Studie soll es um die Potenziale der Technologie im Allgemeinen gehen, im zweiten Teil steht mit dem Flughafen München ein erster konkreter Anwendungsfall im Fokus.»

Allerdings geht es dabei zuerst einmal nicht um eine Anbindung der Münchener Innenstadt an den Flughafen per Magnetschwebebahn. «Aufgrund der dynamischen Entwicklung in den verschiedenen Bereichen des Münchner Airports werden die Verkehrsströme innerhalb des Flughafenareals in den kommenden Jahren weiter zunehmen», erklärt Flughafenchef Jost Lammers. «Vor diesem Hintergrund wollen wir die Mobilität auf dem Campus verbessern.» Zum Einsatz kommen soll dabei ein System der Firma Max Bögel.

Deutlich langsamer als der Transrapid

Bayerns früherer Ministerpräsident Edmund Stoiber hatte in seiner Amtszeit das Projekt vorangetrieben, eine Magnetschwebebahn zwischen dem Münchener Hauptbahnhof und Flughafen zu bauen - den Transrapid. Im Jahr 2002 hielt Stoiber dazu eine legendäre Rede, die mehr verwirrte als informierte. Umgesetzt wurde das Projekt jedoch nie.

Während der Transrapid damals in München Geschwindigkeiten bis zu 350 Kilometer pro Stunde erreichen sollte, ist die aktuelle Bahn namens Transport System Bögl bescheidener ausgelegt. Sie soll Menschen auf Distanzen von 5 bis 30 Kilometer mit Geschwindigkeiten von maximal 150 Kilometern pro Stunde transportieren.

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