Airbus A320 von Aegean Airlines: Die Fluglinie landet kommenden Sommer in Kassel.

Aegean Airlines nach AthenDocumenta bringt Flughafen Kassel neue Linienflüge

Diesen Winter gibt es keine Linienflüge mehr in Kassel Calden. Zumindest für kommenden Sommer gibt es aber einen Lichtblick. Aegean Airlines steuert den nordhessischen Flughafen für die Documenta an.

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Viel ist auch jetzt nicht los am Flughafen in Nordhessen. Nur sechs Mal pro Woche hebt eine Passagiermaschine am Kassel Airport ab. Die deutsche Fluggesellschaft Germania fliegt Reisende nach Antalya, Heraklion und Palma. Hinzu kommen ab und zu Charterverbindungen. Kommenden Winter dann gibt es in Kassel Calden gar keinen regelmäßigen Flug mehr, wie die Geschäftsführung kürzlich bekannt geben musste. Früher war Germania in den kalten Monaten auf die Kanaren geflogen.

Jetzt gibt es zumindest einen kleinen Lichtblick. Für die kommende Sommersaison hat der Kassel Airport vorübergehend einen neuen Kunden gewinnen können. Ab Ende März wird Aegean Airlines zwei Mal pro Woche nach Athen fliegen. Die griechische Fluggesellschaft setzt dafür einen Airbus A320 ein. Eine Sprecherin bestätigt die neuen Flüge gegenüber aeroTELEGRAPH: «Es gab langfristige Gespräche mit der Airline seitens des Flughafens über mögliche Charterflüge nach Kassel. Diese wurden nun für die Zeit der Documenta 14 in Athen in Linienverbindungen umgewandelt».

Kritik an der Führung

Die Documenta ist die weltweit bedeutendste Reihe von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst. Sie findet alle fünf Jahre in Kassel statt. 2017 wird sie parallel auch in Athen abgehalten. Unterstützung für die neuen Flüge zwischen Griechenland und Kassel sei maßgeblich von der Stadt Athen gekommen, so die Sprecherin.

Germania wird nach heutigem Kenntnisstand die heutigen Sommerverbindungen auch wieder anbieten. Trotzdem steht der Flughafen weiter in der Kritik. Die ehemalige Marketingleiterin hatte kürzlich schwere Vorwürfe gegen die Führung des Flughafens erhoben. Die Atmosphäre im Unternehmens sei von Misstrauen, Geheimniskrämerei und Angst geprägt, so die Anschuldigung. Der Flughafen gelte bei Airlines als kompliziert und schwerfällig. Das verhindere die Gewinnung neuer Kunden, so die Frau. Sie war zuvor in ihrer Probezeit entlassen worden. Am Winterflug von Germania habe man nicht viel Interesse gezeigt.

Auf dem Prüfstand

Gegen Flughafenchef Ralf Schustereder laufen gleichzeitig Ermittlungen. Er soll seiner früheren Assistentin aus Ägypten Flüge finanziert und die Einreise mit offiziellen Schreiben des Flughafens erleichtern haben, berichtete der Hessische Rundfunk. Der Aufsichtsrat verteidigt jedoch den Chef: «Nach Sichtung und Bewertung der Sachverhalte werden die erhobenen Vorwürfe im Ergebnis als nicht plausibel oder sogar widerlegt erachtet. Ein pflichtwidriges Verhalten des Geschäftsführers ergibt sich nach derzeitigem Kenntnisstand nicht».

Die Gewinnung von Aegean nimmt zumindest ein wenig Druck von der Geschäftsleitung. Die hessische Regierung wird kommendes Jahr eine umfassende Evaluierung des Flughafens durchführen. Man mache sich «frühzeitig Gedanken über die zukünftige Ausrichtung des Flughafens», so Finanzminister Thomas Schäfer.

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