Schlechte Nachrichten für Oberösterreich: Austrian Airlines stellt die Flüge von Linz nach Frankfurt ein. Und das ist nicht das einzige Problem des Flughafens.
Was bereits befürchtet worden war, tritt nun ein: Der Flughafen Linz verliert im Herbst seine wichtigste Linienverbindung. Austrian Airlines stellt die Flüge nach Frankfurt Ende Oktober ein, bestätigt die Airline dem Sender ORF. Der letzte Start ist am 25. Oktober vorgesehen. Damit verliert Oberösterreich die einzige verbleibende direkte Anbindung an ein internationales Drehkreuz.
Die Lufthansa-Tochter begründet den Schritt mit hohen Verlusten. Die Nachfrage sei zuletzt deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben, vor allem beim Umsteigeverkehr in das Langstreckennetz der Lufthansa-Gruppe. Der Flughafen Linz bestätigt die schwache Auslastung und betont, dass man gemeinsam mit Austrian und den Eigentümern an Alternativen arbeite.
Austrian Airlines hatte die Verbindung erst im Oktober des vergangenen Jahres wieder ins Programm genommen, sehr zur Freude der lokalen Wirtschaft. Die Lufthansa-Tochter lässt die Flüge mit einer ATR-72 von ihrer Wetlease-Partnerin Braathens durchführen. Doch offenbar half alles nichts.
Die Entscheidung trifft den Flughafen in einer heiklen Phase. Der Flughafen Linz steht finanziell unter Druck und soll mit acht Millionen Euro von Stadt und Land gestützt werden. Ob diese Subvention rechtlich hält, ist offen, die EU-Wettbewerbsbehörden prüfen den Fall.
Die Wettbewerbsbehörden verlangen eine Vergleichsrechnung: Würde auch ein Privater als Eigentümer Geld in den Flughafen zuschießen, weil er erwarten darf, dass sich das Geschäft langfristig rentiert? Auch in Österreich sorgt der Rückzug von Austrian Airlines politisch für Kritik. Verkehrsminister Peter Hanke erwartet nach den staatlichen Hilfen während der Pandemie mehr Loyalität von der Airline. Und Oberösterreichs Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner fordert, dass rasch neue Anbindungen gefunden werden.