Airport El Alto in BolivienÄltere Boeing 737 haben jetzt Flugverbot in La Paz

Am Flughafen El Alto bei La Paz hatten ältere Boeing 737 bei der Landung mehrmals Probleme mit dem Fahrwerk. Jetzt dürfen die Jets dort vorerst nicht starten und landen.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

La Paz in Bolivien ist der höchste Regierungssitz der Welt. Er liegt im Durchschnitt rund 3600 Meter über dem Meeresspiegel. Doch wer mit dem Flugzeug vom Airport der Stadt abhebt oder dort landet, muss noch höher hinaus. Denn der Flughafen befindet sich in El Alto, einst Stadtteil von La Paz, heute eine eigene Stadt, und über 4000 Meter hoch gelegen.

Für diesen speziellen Flughafen hat die bolivianische Luftfahrtbehörde DGAC nun ein spezielles Verbot erlassen. Seit dem 10. Oktober dürfen am Airport keine Flugzeuge vom Typ «Boeing 737 CL» mehr starten und landen, wie die Behörde mitteilt. CL steht Classic und bezieht sich auf die zweite Generation der 737, also 737-300, -400, und -500.

Mehrmals Fahrwerke beschädigt

Die DGAC verweist zur Begründung auf mehrere Vorfälle mit Jets dieses Typs am Flughafen, auf die sie aber nicht näher eingeht. Nun stünden technische Bewertungen an, was Betrieb und Lufttüchtigkeit angehe, schreibt die Behörde weiter. Und nur, wenn Maßnahmen das Risiko auf ein akzeptables Niveau gesenkt hätten, würde das Flugverbot wieder aufgehoben.

Das auf Zwischenfälle spezialisierte Portal Aviation Herald weist für den Zeitraum von November 2017 bis August 2019 vier Vorfälle aus, bei denen Boeing 737 Classic nach der Landung in El Alto Schäden am Fahrwerk aufwiesen. Drei Mal handelte es sich um 737-300 der staatlichen Boliviana de Aviación. Bei einer 737-500 von Peruvian Airlines brach gar das Hauptfahrwerk zusammen (siehe Video oben). Bei mindestens zwei der Vorfälle steht ein Dämpfer im Verdacht, versagt zu haben. Er soll verhindern, dass das Fahrwerk flattert.

Zusammenhang mit Höhe vermutet

Die Behörde geht nicht darauf ein, ob die hohe Lage des Flughafens etwas mit den Zwischenfällen zu tun haben könnte. Das Fachportal Flightglobal weißt aber auf mehrere Vorfälle weltweit an hochgelegenen Flughäfen hin, bei denen ebenfalls Probleme mit den sogenannten Shimmy-Dampers (Flatterdämpfern) bei der Landung zu Schäden am Fahrwerk führten. Dabei lag keiner der Airports auch nur ansatzweise so hoch wie El Alto.

Boeing hat Flightglobal zufolge schon in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass sanfte Landungen mit hohen Geschwindigkeiten gerade bei hochgelegenen Flughäfen zu einem erhöhten Flatterrisiko des Fahrwerks führen können. Die staatliche Boliviana de Aviación betrieb Anfang September acht 737 Classic und sechs NG (Next Generation). Bis 2021 will die Fluggesellschaft 14 Boeing 737-700 und -800 fliegen und keine -300 mehr.

Mehr zum Thema

Airbus A330-200 of Avianca Brasil: Will Boliviana de Aviación use those planes in the future?

Boeing erhält Dämpfer bei Boliviana

Jet von Boliviana: Die Flotte ist in die Jahre gekommen.

Boeing empfiehlt Dreamliner in Bolivien

ticker-boeing-1

Boeing liefert im März weniger Flugzeuge aus

boeing 787 air new zealand imtow

Boeing 787-9 und -10 haben jetzt mehr Reichweite - und das ist für Boeing eine doppelt gute Nachricht

Video

copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack
03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin