American Airlines: Die Airline geht das Problem der kaputten Kabinen an.

Sauberkeit und ReparaturenZu viele kaputte Sitze: American Airlines setzt Taskforce ein

Kaputte Sitze, defekte Klapptische und Bildschirme, die schwarz bleiben: American Airlines ist mit dem Zustand ihrer Flugzeugkabinen nicht zufrieden. Daher handelt die Airline nun.

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Wer oft fliegt, hat ihn vielleicht schon einmal gesehen: einen Aufkleber mit der Aufschrift «Inop. Do not use». Inop heißt Inoperative und heißt auf Deutsch funktionsunfähig. Der Kleber bedeutet daher, dass das, worauf er klebt, nicht funktioniert. Das kann eine Toilette sein, ein Klapptisch oder auch ein Sitz.

Bei American Airlines scheint es momentan zu viele dieser Aufkleber zu geben. So viele, dass die Fluggesellschaft nun ein Programm ausruft, das das Problem angeht. Mehr als 60 Wartungstfachleute sollen sich künftig verstärkt um die Innenräume der Flugzeuge kümmern. Sie werden im Rahmen eines neuen Programms namens One Cabin an den Flughäfen Charlotte, Dallas/Fort Worth, Los Angeles, Miami, Philadelphia und Phoenix eingesetzt. Nach Informationen des Branchen-Insiders JonNYC soll das Programm am 14. September starten.

American Airlines: «Wir haben zu viele kaputte Sitze»

Dass Handlungsbedarf besteht, hatte Kundenchefin Heather Garboden bereits im Frühjahr ungewöhnlich deutlich eingeräumt. «Wir haben zu viele kaputte Sitze. Wir haben zu viele Unterhaltungssysteme, die nicht funktionieren. Wir haben Klebeband an Stellen, an denen kein Klebeband sein sollte», erklärte sie gegenüber Mitarbeitenden. Ein eigenes Team innerhalb der Technik sollte sich deshalb künftig um den Zustand der Kabinen kümmern.

Dass ein Defekt nicht sofort repariert wird, heißt dabei nicht automatisch, dass ein Flugzeug nicht mehr fliegen darf. Mängel werden bei der Wartung erfasst und können abhängig von ihrer Art und Dringlichkeit für einen bestimmten Zeitraum zurückgestellt werden. Eine Rückenlehne, die sich nicht mehr verstellen lässt, kann so beispielsweise zunächst unrepariert bleiben.

Anblick von kaputten Kabinen kann beunruhigen

Für die Reisenden ist das trotzdem ärgerlich, einige beunruhigt der Anblick auch. Wird ein Sitz komplett gesperrt, kann zudem dort niemand mehr Platz nehmen, also verliert die Airline zahlende Kundinnen und Kunden. Und selbst wenn ein Defekt die Nutzung nicht verhindert, hinterlassen kaputte Klapptische, ausgefallene Unterhaltungssysteme oder mit Klebeband ausgebesserte Stellen keinen besonders guten Eindruck.

Genau dort soll One Cabin ansetzen. Neben der Funktion der Ausstattung will American Airlines damit auch Sauberkeit und Erscheinungsbild der Kabinen verbessern. Mehr Techniker allein lösen allerdings nicht jedes Problem: Für Reparaturen müssen die Flugzeuge lange genug am Boden stehen und die notwendigen Ersatzteile verfügbar sein.

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