Wer bei einem Billigflieger bucht, bekommt eigentlich genau das: billige Flüge, mehr nicht. Extras wie großes Handgepäck, Aufgabegepäck, Essen und Trinken oder frühes Einsteigen muss man dazubuchen und natürlich dafür zahlen. Und das Geschäftsmodell von Ryanair, Easyjet oder Wizz Air hieß stets: Die Flugzeuge müssen möglichst voll sein. Daher war auch eine Lösung wie bei anderen Airlines, in denen es in der Business Class einen freien Mittelsitz gibt, keine Option. Bei Wizz Air ändert sich das nun.
Zunächst auf Flügen von Wizz Air ab sechs Flughäfen
Der Test war offenbar erfolgreich. Denn wie Wizz Air jetzt mitteilt, führt sie die sogenannte Wizz Class auf Flügen zu gewissen Zielen definitiv ein. Es ist allerdings keine eigene neue Klasse, sondern eher so etwas wie eine Business Class Light. Das Angebot ist zunächst auf Verbindungen von und nach Budapest, Bukarest, Warschau, London-Luton, London-Gatwick und Rom beschränkt.
Passagiere, die die Wizz Class buchen, sitzen in der ersten Reihe mit zusätzlicher Beinfreiheit, wobei der benachbarte mittlere Sitz frei bleibt. Der Service ist im Buchungsprozess als Zusatzleistung für die Smart- und Plus-Tarife verfügbar, die bereits Dinge wie Priority Boarding und ein 10-Kilogramm-Handgepäckstück umfassen. Zusätzlich erhalten Reisende ein alkoholfreies Getränk und einen Snack. Technische Änderungen an der Kabine sind dafür nicht notwendig, da die bestehende Konfiguration beibehalten wird.
Keine Lounge und keine Fast Lane in der Wizz Class
Anders als bei klassischen Europa-Business-Class-Flügen gibt es also keinen richtigen Essens- und Getränkeservice, Fast Lane an der Sicherheitskontrolle oder Lounge. Einzig der Komfort erhöht sich durch den Platz in der ersten Reihe und die Ausgaben, falls man Durst oder Hunger hat, fallen weg.
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