Fliegen oder nicht fliegen? Egal, so eine Studie

Weniger fliegen hilft nicht

Umweltbewusst fühlte sich bisher wohl jeder, der aus CO2-Gründen auf einen Flug verzichtete. Zu Unrecht, wie eine aktuelle Studie belegt.

Top-Jobs

Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Fliegen ist praktisch, keine Frage. Doch für die Umwelt ist es nicht gerade gut, dass die Passagierzahlen weltweit steigen und steigen. Denn damit geht auch der CO2-Ausstoß in die Höhe. Rund 1,3 Tonnen des Treibhausgases verursacht ein Passagier beispielsweise auf einem Flug von Frankfurt nach New York und zurück. Wenn es um die persönliche CO2-Bilanz geht, war daher eine Flugreise oft eine der Aktivitäten, die ein besonders schlechtes Gewissen verursachten. Doch das sei völlig unnötig, erklärt der deutsche Ökonom Grischa Perino, der an der University of East Anglia in Norwich lehrt, in einem neuen Artikel. Ob umweltbewusste Reisende fliegen oder nicht, sei völlig irrelevant.

Wie bitte? Wegen des EU-Emissionshandels sei es wirkungslos, wenn man sich aus Sorgen um die Umwelt gegen einen Flug entscheidet, so Perino. Die Schadstoffausstoß werde lediglich umgeschichtet, aber nicht eliminiert. «Es hilft vielleicht der eigenen Brieftasche, aber sicherlich nicht der Natur», so der Ökonom. Wenn man wirklich den CO2-Ausstoß senken wolle, dann solle man sich genau anschauen, in welchen Bereichen das Gesetz zum Emissionshandel greift. Nur dann lohne es sich, für die Umwelt auf eine Tätigkeit zu verzichten.

Busfahren erhöht Emissionen

Perino gibt ein Beispiel: Wenn man eine Kurzstrecke wie London nach Glasgow mit dem Bus fahre, anstatt zu fliegen, dann verursache man auf seiner Reise natürlich weniger CO2. Doch: Für den Flug wurden die Emissionen bereits gezahlt, so der Forscher. Für den Bus nicht, denn der Busverkehr ist im Emissionshandelssystem nicht erfasst. Da er also nicht unter die gedeckelte Menge fällt, erhöht sich der CO2-Wert insgesamt dann doch. Im Zweifel empfiehlt Perino daher, sein Haus besser zu dämmen oder weniger rotes Fleisch zu essen - oder mehr Fahrrad zu fahren. Eben dort zu reduzieren, bei der Emissionshandel nicht greift. So würde man wahrscheinlich ein besseres Ergebnis erzielen als auf einen Flug zu verzichten.

Mehr zum Thema

Zug zum Flug: Mit den richtigen Zugverbindungen könnte man Zubringerflüge überflüssig machen.

Auf welchen Strecken schlägt der Zug das Flugzeug?

Ferien: Sie sollen schon im Flieger beginnen.

Fünf Tipps für einen stressfreien Flug

Was mal die Bordküche der Crew war, wird zum Begegnungsraum für Passagiere.

So komfortabel fliegt man bald durch die Lüfte

Die englische Vereinigung «Royal College or Obstetricians and Gynaecologists» hat einen neuen Leitfaden für Schwangere, die eine Flugreise planen, herausgegeben. Dieser soll ihnen helfen, zu entscheiden, ob sie eine Flugreise antreten können oder nicht.

Was Schwangere beachten müssen

Video

Airbus A340-300 in Global-Airlines-Livery: Wird das das zweite Flugzeug für Global Airlines?
Im Mai führte sie ihre ersten vier Flüge durch, dann wurde es still um die britische Fluglinie. Während ihr Airbus A380 von Global Airlines in Tarbes steht, gibt Chef James Asquith ein neues Lebenszeichen und präsentiert einen Airbus A340.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Evangel auf dem Weg ins Mid-America Flight Museum: Von dem Flugzeug wurden nur acht Exemplare gebaut.
Das Mid-America Flight Museum in Texas hat ein neues Exponat: die Evangel 4500. Das Flugzeug ist robust und sollte in den 1960er Jahren die Buschflugzeuge sicherer machen. Der kommerzielle Erfolg blieb aus.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Kantine von Korean Air: Das Tollste kommt asm Ende des Flurs.
Im modernisierten Verwaltungssitz von Korean Air speisen Mitarbeitende nicht nur kostenlos – sie genießen auch einen Blick, der sonst nur Technikern vorbehalten ist: Die Kantine bietet freie Sicht in den riesigen, ins Gebäude integrierten Hangar.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin