Check-in am Schalter: Noch immer Standard.

Check-inWarum Passagiere noch immer Schalter nutzen

Weltweit geht noch immer fast die Hälfte der Passagiere an den Schalter, statt online einzuchecken. Daran sind die Fluggesellschaften auch selbst schuld.

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Online-Check-in ist längst keine Innovation mehr. 1999 bot Alaska Airlines als erste Fluggesellschaft der Welt die Möglichkeit an, das Prozedere von Zuhause aus übers weltweite Datennetz zu erledigen und so Zeit zu sparen. Heute gehört es zum Grundangebot jeder Fluggesellschaft.

Trotzdem nutzen rund um den Globus noch immer weniger als die Hälfte der Passagiere den Online-Check-in, wie Zahlen des Luftfahrt-Infomatikunternehmens Sita zeigen. Lediglich 39 Prozent der Reisenden kommen so zu ihrer Bordkarte. 15 Prozent checken am Selbstbedienungskiosk am Flughafen ein und 46 Prozent herkömmlich am Schalter.

Mühsame Eingabe

Sicherlich liegt das auch daran, dass in gewissen Weltgegenden die Infrastruktur nicht auf dem neuesten Stand ist. Die Experten des Lufthansa Innovation Hubs machen für die tiefe Nutzung aber auch die Fluggesellschaften selbst verantwortlich. Nur 5 Prozent der Reisenden sei zufrieden mit dem Prozess beim Online-Check-in, habe eine Umfrage unter Vielfliegern gezeigt.

Ein Grund dafür sei der Wildwuchs bei den Abläufen. So fanden die Forscher des Lufthansa Innovation Hubs bei den großen Fluglinien der Welt 17 verschiedene Zeitfenster fürs Web-Check-in - von vier Stunden vor Abflug bis 30 Tage. 57 Prozent der befragten Vielflieger empfinden denn auch die unterschiedlichen Abläufe als nervend. Hinzu kommt sicherlich, dass weitere Schritte wie die Gepäckaufgabe vielerorts nicht automatisiert worden sind. Nach dem Online-Check-in ist man als Passagier also quasi nur halbfertig.

Weitere Hürden

Schlimmer als die unterschiedlichen Abläufe finden Vielflieger nur noch, wenn sie ihren bevorzugten Sitz nicht bekommen können (58 Prozent) und am schlimmsten empfinden sie die komplizierte Eingabe der Passagierdaten inklusive Vielfliegernummer. Dagegen sind technische Probleme schon fast harmlos. Nur 19 Prozent nennen sie als störenden Faktor.

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