Passagiere im Schlaf: Immer öfter kommt es zur Belästigung.

Sexuelle BelästigungNachts und am Fenster wird häufiger gegrapscht

Vor allem wenn es dunkel ist und auf bestimmten Sitzplätzen, passiert es: Passagiere belästigen andere Mitreisende. Die Fälle nehmen rasant zu.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich könnte man meinen, dass es in Zeiten der Me-too-Debatte immer weniger Fälle von sexueller Belästigung gibt. Doch zumindest an Bord von Flugzeugen entwickeln sich die Zahlen gegenteilig. Wie die amerikanische Bundespolizei FBI laut dem Nachrichtensender CNN mitteilt, nehmen entsprechende Vorfälle in den USA sogar mit «alarmierender Geschwindigkeit» zu.

Zwischen 2014 und 2017 seien Meldungen über sexuelle Belästigungen um 66 Prozent angestiegen. 2017 hat das FBI 63 Ermittlungen eröffnet. 2014 waren es erst 38 gewesen. Die Behörde ist sich aber auch sicher, dass die Dunkelziffer viel höher liegt, weil viele Fälle von Belästigung nicht gemeldet werden. FBI-Agent David Rodski erklärt gegenüber CNN, dass man sich auch nicht erklären könne, wieso die Zahl so ansteigt. Er sei aber «schockiert, dass so viele Fälle nicht direkt gemeldet werden.»

Meist auf Nachtflügen

Die Mehrzahl der Vorfälle ereignet sich laut Rodski auf Nachtflügen – also wenn die Kabine abgedunkelt ist. Die große Mehrheit der Täter seien Männer. Die Opfer Frauen oder alleinreisende Jugendliche. Meist sitzen sie am Fenster oder auf einem Mittelsitz. Sie schlafen und sind mit einer Decke zugedeckt. Das FBI geht denn auch davon aus, dass es sich bei vielen Tätern um Gelegenheitstäter handelt.

Die amerikanische Association of Flight Attendants hat ihre Mitglieder im Jahr 2016 zum Thema befragt. Eine von fünf der befragten rund 2000 Personen gab an, schon einmal mit einem Belästigungsfall zwischen Passagieren zu tun gehabt zu haben. Aber nur in weniger als der Hälfte der Fälle wurden auch die Behörden eingeschaltet.

Kabinenpersonal wird oft belästigt

In einer Befragung desselben Verbands kam heraus, dass auch viel Kabinenpersonal mit sexueller Belästigung zu kämpfen hat. 68 Prozent der mehr als 3000 Befragten geben an, in ihrer Karriere schon einmal von Passagieren oder Passagierinnen sexuell belästigt worden zu sein. 35 Prozent beklagen, dass sie im vergangenen Jahr Opfer einer verbalen sexuellen Belästigung waren – 68 Prozent davon drei Mal oder öfter.

Mehr zum Thema

Fensterplätze ohne Fenster in einer Boeing 757-300 von United Airlines: Es geht vor Gericht.

Fensterplätze ohne Fenster: United Airlines muss sich vor Gericht verteidigen

Kabine einer Ryanair Boeing 737-800: Reihe 11 hat kein richtiges Fenster

Fensterplatz ohne Fenster: Vorsicht vor der letzten Reihe

Technisch ein Fensterplatz, faktisch nicht: United hat damit nun Ärger.

Fensterplatz verkauft,Wand geliefert? United Airlines und Delta droht Sammelklage

Jennifer C. im Flugzeug: Die Frau profitierte vom Aufruhr.

Streit um Fensterplatz wird zum nationalen Gesprächsthema

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies