Boeing 737 Max von Ryanair: Ohne Internet unterwegs.

Chef von Ryanair im Schlagabtausch mit StarlinkMichael O'Leary kritisiert Starlink - Elon Musk pöbelt zurück

Während immer mehr europäische Fluggesellschaften auf das Bord-Wlan von Starlink setzen, stellt sich der irische Billigflieger demonstrativ quer. Eine Aussage von Ryanair-Chef Michael O’Leary provoziert nun eine direkte Antwort von Elon Musk.

Top-Jobs

Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

In Europa entscheiden sich immer mehr Airlines für das Satelliteninternet Starlink von Space X - trotz aller politischer oder moralischer Vorbehalte gegen Space-X-Chef Elon Musk. Den Anfang machte die lettische Fluggesellschaft Air Baltic. Bei SAS hat der Einbau ebenfalls begonnen. Und inzwischen haben sich auch große Airline-Gruppen für den Dienst entschieden. Dazu zählen Air France, wo die Installation bereits läuft, International Airlines Group mit Aer Lingus, British Airways, Iberia, Level und Vueling sowie zuletzt auch Lufthansa Group.

Kein Wunder also, dass die nächste öffentliche Debatte folgt. Ausgelöst wurde sie dieses Mal von Michael O’Leary, der immer gern öffentlich seine Meinung kundtut. Der Chef von Ryanair erklärte, Wlan an Bord sei für seine Airline kein Thema - und kassierte dafür prompt eine scharfe Reaktion von Starlink.

Ryanair-Chef: Zu hoher Treibstoffverbrauch

O’Leary hatte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters argumentiert, dass die Installation von Wlan-Antennen auf dem Rumpf der Flugzeuge Gewicht und Luftwiderstand erhöhe. Das führe seiner Einschätzung nach zu einem höheren Treibstoffverbrauch von rund 2 Prozent. Für durchschnittliche Flüge von etwa einer Stunde seien die Passagiere seiner Ansicht nach zudem nicht bereit, für Internet an Bord zu bezahlen. Ryanair bietet bislang auf keinem ihrer Flugzeuge Wlan an.

Diese Darstellung ließ Starlink nicht unkommentiert. Der Vizepräsident für Technik, Michael Niccolls, widersprach öffentlich. Die Starlink-Antenne sei deutlich flacher als ältere Systeme, wodurch der zusätzliche Luftwiderstand erheblich geringer ausfalle, so Niccolls in einem Post bei X (früher Twitter). Für eine Boeing 737-800 bezifferte er den zusätzlichen Treibstoffverbrauch auf etwa 0,3 Prozent, nicht auf 2 Prozent. Zudem stellte er infrage, ob Passagiere tatsächlich auf schnelles Internet verzichten wollten.

Musk: Ryanair kann nicht rechnen

Auch Starlink-Eigentümer Elon Musk schaltete sich auf dem Kurznachrichtendienst ein. O'Leary sei falsch informiert. «Ich bezweifle, dass sie den Unterschied im Treibstoffverbrauch überhaupt genau messen können, insbesondere bei einem einstündigen Flug, bei dem der zusätzliche Luftwiderstand in der Steigflugphase aufgrund des hohen Anstellwinkels praktisch null ist.»

Schön, dass Sie hier sind! Unsere Redaktion kennt die Branche, ihre Akteure und Zahlen – seit vielen Jahren. Wenn Sie uns unterstützen wollen, zahlen Sie weniger als für ein Getränk am Flughafen. Zudem lesen Sie werbefrei und stärken die unabhängige Berichterstattung. Jeder Beitrag zählt. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Lufthansa-Reisende hält ein Smartphone: Der Konzern wird alle 850 Flugzeuge mit Starlink ausstatten.

Lufthansa Group bringt schnelles Internet von Starlink auf die gesamte Flotte

ticker-emirates

Emirates bringt Starlink an Bord – kostenlos für alle

ticker-qatar-airways

Qatar Airways hat schon 100 Flugzeuge mit Starlink ausgestattet

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

«Offene Nötigung»: Schwere Vorwürfe der Vereinigung Cockpit an Ryanair

Video

Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies