Boeing 737 Max von Ryanair: Ohne Internet unterwegs.

Chef von Ryanair im Schlagabtausch mit StarlinkMichael O'Leary kritisiert Starlink - Elon Musk pöbelt zurück

Während immer mehr europäische Fluggesellschaften auf das Bord-Wlan von Starlink setzen, stellt sich der irische Billigflieger demonstrativ quer. Eine Aussage von Ryanair-Chef Michael O’Leary provoziert nun eine direkte Antwort von Elon Musk.

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In Europa entscheiden sich immer mehr Airlines für das Satelliteninternet Starlink von Space X - trotz aller politischer oder moralischer Vorbehalte gegen Space-X-Chef Elon Musk. Den Anfang machte die lettische Fluggesellschaft Air Baltic. Bei SAS hat der Einbau ebenfalls begonnen. Und inzwischen haben sich auch große Airline-Gruppen für den Dienst entschieden. Dazu zählen Air France, wo die Installation bereits läuft, International Airlines Group mit Aer Lingus, British Airways, Iberia, Level und Vueling sowie zuletzt auch Lufthansa Group.

Kein Wunder also, dass die nächste öffentliche Debatte folgt. Ausgelöst wurde sie dieses Mal von Michael O’Leary, der immer gern öffentlich seine Meinung kundtut. Der Chef von Ryanair erklärte, Wlan an Bord sei für seine Airline kein Thema - und kassierte dafür prompt eine scharfe Reaktion von Starlink.

Ryanair-Chef: Zu hoher Treibstoffverbrauch

O’Leary hatte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters argumentiert, dass die Installation von Wlan-Antennen auf dem Rumpf der Flugzeuge Gewicht und Luftwiderstand erhöhe. Das führe seiner Einschätzung nach zu einem höheren Treibstoffverbrauch von rund 2 Prozent. Für durchschnittliche Flüge von etwa einer Stunde seien die Passagiere seiner Ansicht nach zudem nicht bereit, für Internet an Bord zu bezahlen. Ryanair bietet bislang auf keinem ihrer Flugzeuge Wlan an.

Diese Darstellung ließ Starlink nicht unkommentiert. Der Vizepräsident für Technik, Michael Niccolls, widersprach öffentlich. Die Starlink-Antenne sei deutlich flacher als ältere Systeme, wodurch der zusätzliche Luftwiderstand erheblich geringer ausfalle, so Niccolls in einem Post bei X (früher Twitter). Für eine Boeing 737-800 bezifferte er den zusätzlichen Treibstoffverbrauch auf etwa 0,3 Prozent, nicht auf 2 Prozent. Zudem stellte er infrage, ob Passagiere tatsächlich auf schnelles Internet verzichten wollten.

Musk: Ryanair kann nicht rechnen

Auch Starlink-Eigentümer Elon Musk schaltete sich auf dem Kurznachrichtendienst ein. O'Leary sei falsch informiert. «Ich bezweifle, dass sie den Unterschied im Treibstoffverbrauch überhaupt genau messen können, insbesondere bei einem einstündigen Flug, bei dem der zusätzliche Luftwiderstand in der Steigflugphase aufgrund des hohen Anstellwinkels praktisch null ist.»

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