Digitale Bordkarte von Lufthansa: Der Online-Check-in geht bald nur noch über ein Kundenkonto.

Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und Co.Lufthansa Group gibt Online-Bordkarte nur noch mit Kundenkonto heraus

Wer bei Lufthansa, Swiss oder Austrian online einchecken will, braucht seit Kurzem ein Kundenkonto. Der Konzern stellt bis Ende November schrittweise um und hat das bislang nur Geschäftskunden mitgeteilt. Eine Ausnahme gibt es noch.

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Der Online-Check-in bei Lufthansa und den weiteren Konzernairlines war bislang einfach. Check-in auswählen, nach unten scrollen, Buchungscode oder Ticketnummer sowie Vor- und Nachnamen eingeben. Danach den Prozess durchlaufen, und am Ende gab es die digitale Bordkarte. Wer seit dem 2. November von einem deutschen Flughafen außer Frankfurt und München abfliegt, landet dabei plötzlich auf einer Anmeldeseite. Ohne Kundenkonto geht es nicht weiter.

Der Grund: Die Lufthansa Group hat ihre Travel ID zur Pflicht gemacht. Die Möglichkeit, ein Konto zu erstellen, gibt es schon seit Ende 2022. Damals löste es die Lufthansa ID und die Kundenprofile von Swiss und Austrian ab. Die Idee war, dass Reisende mit einem einzigen Login bei allen Konzernairlines und bei Miles & More unterwegs angemeldet sind. Ihre Daten werden gespeichert und Reisende bekommen Zugang zu allen Lufthansa Services.

Travel ID wird bei Lufthansa Group bis 30. November zur Pflicht

Jetzt kommt niemand mehr daran vorbei, der bei Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Air Dolomiti, Edelweiss oder Discover Airlines über Website oder App einchecken will. Lufthansa hat die Änderung am 21. Oktober lediglich auf ihrem Portal für Geschäftskunden und Reisebüros erklärt. Betroffene Reisende würden vor dem Flug per E-Mail, in der Einladung zum Check-in und auf der Check-in-Seite informiert, heißt es auf der entsprechenden Seite.

Umgestellt wird in Etappen. Den Anfang machten am 20. Oktober Abflüge aus dem Schengen-Raum ohne Deutschland, Österreich und die Schweiz. Seit dem 2. November gilt die Pflicht auch im europäischen Nicht-Schengen-Raum und an fast allen Flughäfen der drei Länder. Am 16. November folgen München und Zürich sowie Abflüge aus den USA, Kanada und Mexiko. Den Schlusspunkt setzen am 30. November das Drehkreuz Frankfurt und alle übrigen Regionen. Eurowings und Ita Airways sind bisher nicht betroffen.

Eine Ausnahme bleibt

Passagiere, die sich nicht registrieren wollen, bleibt eine Alternative. Am Flughafen können sie weiterhin ohne Travel ID am Schalter oder Automaten einchecken. Kein Konto brauchen außerdem Passagiere mit einem Ticket einer anderen Airline und solche, oder solche die mit einer fremden Airline fliegen. Das gilt auch für Gruppen sowie manche Pauschal- und Charterreisen.

Auch Familien müssen nicht für jedes Mitglied ein Konto anlegen. Checkt eine Person die ganze Buchung ein, braucht nur sie eine Travel ID. Passagiere, die nicht selbst einchecken können, dürfen sich zudem von einer anderen Person helfen lassen, die dafür ihr eigenes Konto nutzt. Lufthansa betont allerdings, dass diese Möglichkeit nur für Unterstützungsfälle gedacht ist.

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