Crash eines fiktiven Modells Antonow An-500 in «2012»: Im Flieger nicht zu sehen.

Keine Crashs im Flugzeug

Filme gehören zum Langstreckenflug dazu. Doch was man an Bord sieht, entspricht oft nicht dem, was man im Kino unter dem gleichen Titel zu sehen bekommt.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Erinnern Sie sich an den letzten Film an Bord eines Flugzeugs: Gab es darin einen Flugzeugabsturz? Explodierte etwa ein Flieger oder hatte er irgendwelche Probleme? Ziemlich sicher lautet Ihre Antwort «Nein». Kein Wunder, denn Filme, die an Bord gezeigt werden, werden zuvor bearbeitet. Unfälle mit Flugzeugen verschwinden bei dieser Zensur. Schließlich wollen die Airlines die Flugangst ihrer Passagiere nicht noch zusätzlich befeuern. So fehlt in der Flugzeug-Version des Katastrophenfilms «2012» plötzlich der Absturz eines fiktiven Modells Antonow An-500 (siehe unten) oder im Brad-Pitt-Film «World War Z» die Explosion eines Flugzeugs.

«Wir können negative Szenen mit Flugzeugen nicht im In-Flight-Entertainment zeigen. Das schließt Abstürze, Turbulenzen oder Entführungen ein», klärt IFE Services auf. Das amerikanische Unternehmen beliefert mehr als fünfzig Airlines weltweit mit Filmen. Zu den Kunden gehören etwa Emirates, Singapore Airlines oder die brasilianische TAM. Auch Konkurrentin Spafax mit Kunden wie Austrian, Lufthansa oder Swiss editiert die Filme. Denn sie sollen für das breite Publikum akzeptabel sein. Die Kinostreifen werden darum auch sprachlich angepasst. Kraftausdrücke oder explizite Sprache verschwinden dabei. Sex- oder Gewaltszenen werden genauso herausgeschnitten. Schließlich sitzen auch Kinder im Flugzeug.

George Clooneys Wandlung

Das geht sehr weit, wie etwa das Beispiel des Filmes «Up in the Air» zeigt. Darin erklärt Vielflieger Ryan Bingham (George Clooney) seiner Assistentin, wie man am schnellsten durch die Sicherheitskontrolle komme. Nie solle man sich hinter alte Leute stellen, sondern hinter Asiaten. «Die packen wenig ein, reisen effizient und lieben Schlupfschuhe», sagt er da. In der Flugzeugversion wird aus Asiaten einfach Businessleute - wohl weil einige asiatische Passagiere die Bemerkung als rassistisch hätten einstufen können.

In der Bordversion der Komödie «Die Ex-Freundinnen meines Freundes» («Little Black Book») kommt die Gynäkologin Rache Keyes vor. Sie schreib im Film ein buch mit dem Titel «Keyes to your Vagina» (in etwa Schlüssel zu ihrer Vagina), in der Airline-Version steht auf dem Buchdeckel «Keyes to your Fertility» (Schlüssel zu ihrer Fruchtbarkeit). Die Passagiere werden darüber informiert, die meisten überlesen es vermutlich aber. Vor jeden Film erscheint nämlich eine kleine Einblendung: «Der Inhalt wurde für dieses Format bearbeitet.»

Mehr zum Thema

Weinen: Im Flugzeug häufiger.

Weshalb Passagiere wirklich weinen

Kaffee? Bestellt man bei Arkefly via Smartphone.

Tui lässt Passagiere in die Wolke

Schwarzer Bildschirm: So sieht es bald bei TAP aus.

TAP knipst TV-Bildschirme aus

Filme und Serie: Bei Transavia kommen sie aufs Tablet oder Smartphone.

Transavia lässt sich was Neues einfallen

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies