Russischer Jet in der Luft: Die Kampfflugzeuge könnten für Passagiermaschinen gefährlich werden, warnt die NATO.

RusslandKampfjets gefährden Passagierflieger

Russische Kampfjets sind eine Gefahr für Passagierflugzeuge, ist US-Nato-Botschafter Douglas Lute überzeugt. Es habe schon mehrere Zwischenfälle gegeben.

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Luftfahrt

Die Stimmung zwischen Russland und dem Westen ist derzeit aufgeheizt: Beide Seiten führen öffentlichkeitswirksam Militärmanöver in Grenzregionen durch. Seit dem letzten Jahr lasse Russland vermehrt Kampfjets an den Grenzen zu NATO-Ländern fliegen – und das sei höchst gefährlich für die zivile Luftfahrt, erklärte der US-Botschafter bei der NATO, Douglas Lute, laut Reuters. Denn die Jet hätten ihre Kommunikationsinstrumente ausgeschaltet und würden keinen Flugplan veröffentlichen.

Demnach haben NATO-Flugzeuge In diesem Jahr mehr als 400 russische Maschinen abgefangen – das ist doppelt so häufig wie noch 2013. Es habe dabei «mehrere Vorfälle» gegeben, bei denen die russischen Jets weder Flugpläne veröffentlicht hatten noch mit den zivilen Luftverkehrsbehörden kommuniziert hätten, so Lute. Zudem hätten sie ihre Transponder ausgeschaltet, die Informationen über die Flugzeuge senden. Dies mache die Jets quasi unsichtbar für die Fluglotsen.

«Verantwortungsloses» Vorgehen von Russland

«Das russische Vorgehen ist verantwortungslos, ist ein Risiko für die zivile Luftfahrt und zeigt, wie schamlos Russland internationale Normen verletzt», erklärte Lute auf einer Pressekonferenz. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg forderte Russland auf, künftig Flüge «verantwortungsvoller» durchzuführen. Auch Großbritannien zeigte sich besorgt.

Die Sorge kommt offenbar nicht von ungefähr: Bereits im März sollen sich ein russisches Erkundungsflugzeug und eine Passagiermaschine aus Kopenhagen gefährlich nahe gekommen sein – der Jet hatte alle Positionierungsgeräte ausgeschaltet.

Jets über dem Atlantik, Schwarzen Meer und Baltikum

Im Oktober hatte die NATO bekanntgegeben, dass sie russische Bomber über dem Atlantik und dem Schwarzen Meer sowie Kampfjets über dem Baltikum ausgemacht hätten. Offenbar ist Russland auch auf See deutlich aktiver als noch vor einem Jahr: Eine Geschwader Militärschiffe ist im Ärmelkanal gesichtet worden.

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