Boeing 747 von Lufthansa: Die Stornogebühren steigen deutlich - auf gewissen Strecken.

NeuerungFlex-Tarif mit Haken: Lufthansa Group erhebt Stornogebühren von bis zu 1500 Euro

Flexibel ist nicht immer wirklich flexibel: Wer künftig bei Austrian Airlines, Brussels Airlines, Discover, Lufthansa und Swiss einen Flex-Tarif bucht, muss bei Stornierungen auf bestimmten Strecken tief in die Tasche greifen. Bis zu 1500 Euro werden fällig – ein klarer Bruch mit dem bisherigen Versprechen größtmöglicher Flexibilität.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Er sei gemacht für Reisende, deren Pläne sich ändern könnten, schreibt Lufthansa. Der Flex-Tarif biete - nomen est omen - «maximale Flexibilität durch kostenlose oder gebührenreduzierte Umbuchungen und Stornierungen, oft bis kurz vor Abflug». Nicht nur die deutsche Fluggesellschaft bietet ihnen an, sondern auch Austrian Airlines, Brussels Airlines, Discover und Swiss.

Doch so flexibel wie Lufthansa Group ihren teuersten Tarif beschreibt, ist er nicht - oder nicht mehr immer. Denn sie hat beschlossen, für Buchungen seit dem 7. April im Flex-Tarif eine Stornogebühr einzuführen beziehungsweise sie markant zu erhöhen. Man passe «vor dem Hintergrund des aktuellen Marktumfelds sowie eines zunehmend dynamischen Buchungs- und Stornierungsverhaltens die Erstattungsgebühren für erstattbare Tarife auf ausgewählten Langstreckenverbindungen an» so ein Sprecher von Lufthansa Group gegenüber aeroTELEGRAPH.

Lufthansa: «Buchungsbedingungen transparent ausgewiesen»

Die Änderungen fallen bei Flügen nach Asien und Ozeanien an (ausgenommen Australien, China, Japan, Malaysia und Singapur), Südafrika, Mauritius und Seychellen, wie zuerst das Portal Reisetopia berichtete. Es geht nicht um kleine Beträge. Konnte man früher im Economy-Flex-Tarif kostenlos stornieren, fällt nun eine Gebühr von 400 Euro an. In der Premium Economy beträgt die Stornogebühr im Flex-Tarif neuerdings 700 Euro, in der Business Class sogar 1000 Euro.

Und wer in der First Class reist, muss 1500 Euro zahlen, wenn er seinen Flug annulliert. «Die jeweiligen Buchungsbedingungen werden in den Vertriebskanälen der Lufthansa Group transparent ausgewiesen», sagt der Sprecher. Auch der konkret mögliche Erstattungsbetrag werde offen ausgewiesen.

Trifft Geschäftsreisende und Ältere

Die neue Gebühr macht den Flex-Tarif auf den betroffenen Strecken unattraktiver. Dies wird zu einen Geschäftsleute treffen, die mitunter Kundentreffen und Sitzungen kurzfristig verschieben müssen. Aber zum anderen auch ältere Reisende, die wegen ihrer Gesundheit nicht wissen, ob sie sicher werden reisen können.

Schön, dass Sie hier sind! Unsere Redaktion kennt die Branche, ihre Akteure und Zahlen – seit vielen Jahren. Wenn Sie uns unterstützen wollen, zahlen Sie weniger als für ein Getränk am Flughafen. Zudem lesen Sie werbefrei und stärken die unabhängige Berichterstattung. Jeder Beitrag zählt. Jetzt hier klicken und abonnieren

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin