Dreamliner-Kabine von British Airways: Zu eng?

Komfort in Boeing 787British Airways verbreitert Sitze im Dreamliner

British-Airways-Passagiere klagten über die Sitze in der Economy Class des Dreamliners. In den neuen Modellen will die britische Fluggesellschaft daher breitere Sitze einbauen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Eigentlich soll der Dreamliner ein Vorzeigeflugzeug sein: Effizient, bequem, modern, schick. Doch in Wahrheit treibt er viele Fluggäste zur Verzweiflung – zumindest bei British Airways. Die Fluggesellschaft fliegt in einem Dreiklassen-Layout mit der Boeing 787: Club World, was der Business Class entspricht, World Traveller Plus, was so etwas wie eine Premium Economy ist, sowie World Traveller. Letztere bekommt aber von den Passagieren äußerst schlechtes Feedback.

«Überhaupt kein Platz», «der Horror», «unbequeme Sitze», lauten die Kommentare von Passagieren auf der Bewertungsseite Seatguru. Demnach ist nicht nur die Breite von 44,45 Zentimetern ein Problem, sondern auch die Bequemlichkeit an sich. Die Fluglinie thematisiert das in der neusten Ausgabe ihres Mitarbeitermagazins, wie das Fachmagazin Business Traveller entdeckt hat. Kabinenpersonal hätte Feedback von Kunden weitergegeben, dass die Sitze «etwas eng» seien.

Lösung für 787-9 gefunden

Da man auf solche Kritik höre, habe man den Sitzhersteller beauftragt, eine Lösung für das Problem zu finden, und bequemere Sitze zu schaffen, ohne dass man einen Wettbewerbsnachteil gegenüber der Konkurrenz erleide. Offenbar ist das gelungen. In den Boeing 787-9, der längeren Dreamliner-Version, werden die Holzklasse-Sitze rund 1,3 Zentimeter breiter sein. «Wir glauben, dass das die Zufriedenheit steigern wird», heißt es im Mitarbeitermagazin von British Airways. In den größeren Dreamliner ist außerdem auch eine First Class eingebaut.

Wie die Extra-Breite erzielt werden soll, ist unklar. Weniger Sitze werden nämlich definitiv nicht in die Flieger eingebaut. Und auch vom Gang dürfte British nur ungern Platz wegnehmen, da das die Arbeit für die Flugbegleiter erschweren würde. Bleibt zu hoffen, dass British Airways sich die Breite nicht ermogelt, wie es einige Billiganbieter machen: So hatte etwa Southwest damit geworben, breitere Sitze anzubieten – stattdessen aber die Armlehnen schmaler gestaltet. Das ist angesichts der vielen Kämpfe um den wertvollen Lehnenplatz auch nicht wünschenswert.

Lufthansa nicht breiter

Bemerkenswert ist an der Sache auch, dass British Airways mit ihren 44,45 Zentimetern nicht etwa unter dem Branchenstandard liegt. In den Airbus A380 oder A340 der Lufthansa etwa sind die Sitze noch etwa einen Zentimeter schmaler, in der Boeing 747-8 und 747-4 sind sie gleich breit. Der Komfort muss bei den British-Sitzen also noch auf andere Weise eingeschränkt sein – oder die Briten sind einfach anspruchsvoller.

Mehr zum Thema

ticker-british-airways

British Airways erlaubt Kabinenpersonal Ruhepausen in freien Premiumsitzen

ticker-british-airways

British Airways und Porter Airlines mit Codeshare

ticker-british-airways

Starlink-Einbau kommt bei British Airways ins Stocken

ticker-british-airways

Britische Steuerbehörde fordert Millionen-Nachzahlung von British Airways

Video

Flugzeuge am Wilson Airport: 41 Flugzeuge um den Flughafen sind zu hoch und sollen abgerissen werden.
Flughafen Nairobi-Wilson
Rund um Kenias wichtigsten Inlandsflughafen sind in den vergangenen Jahren Dutzende Gebäude entstanden, die den Luftraum verletzen. Der Senat fordert nun den Abriss, die Regierung will lieber die Flugrouten zum Flughafen Nairobi-Wilson ändern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der weltgrößte Papierflieger: Er flog über 59 Meter.
Papierflieger kennt jedes Kind. Doch dieses Exemplar sprengt alle Dimensionen: Mit mehr als 20 Metern Spannweite und einem Flug über 59 Meter hat ein Team aus Italien den Weltrekord für das größte flugfähige Papierflugzeug geholt - und Deutschland entthront.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Electra aero: So soll das Regionalflugzeug aussehen.
Der erfolgreiche Testflug des Kurzstartflugzeugs EL2 ist für Electra Aero nur der Anfang. Das Unternehmen entwickelt bereits ein deutlich größeres Verkehrsflugzeug für 100 Passagiere, das dank eines ungewöhnlichen Antriebskonzepts sehr effizient fliegen soll.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies