Aer-Lingus-Flieger: Die USA sind ein wichtiger Markt für die Airline.

LangstreckentarifeBillig über den Atlantik - aber ohne Decke

Immer mehr klassische Fluggesellschaften bieten auf der Langstrecke Tarife an, die gewisse Dinge nicht mehr beinhalten, nun auch Aer Lingus und Tap.

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Selten konnte man so günstig über den Atlantik fliegen wie jetzt. Neue Billiganbieter wie Eurowings, Norwegian, Wow Air oder Level treten aggressiv auf dem Markt auf und drücken die Preise für Flüge von Europa aus in die USA, aber teilweise auch nach Südamerika. Daran passen sich die traditionellen Anbieter zunehmend an. Die meisten haben billigere Tarife eingeführt, die gewisse einst inbegriffene Dinge nicht mehr einschließen - so etwa die Sitzplatzreservation.

Einen Schritt weiter geht jetzt Tap. Bei der portugiesischen Nationalairline gibt es seit dem 1. September einen Discount-Tarif für Langstreckenflüge. Er schließt kein eingechecktes Gepäck mehr ein. Das war bisher nicht möglich. Entscheidet man sich um, kostet das Gepäckstück 20 Euro pro Strecke.

Mahlzeiten weiterhin im Preis inbegriffen

Auch Aer Lingus passt sich den neuen Bedingungen an. Die Iren bieten neu Ultra-billig-Tarife an. Dabei geht sie noch einen Schritt weiter als Tap. Bereits für rund 340 Euro hin und zurück soll man demnächst mit den Iren nach Nordamerika fliegen können. Allerdings gibt es beim Saver-Tarif, wie auch bei Norwegian und Co., deutlich weniger Komfort. Nicht nur beinhaltet er kein Aufgabegepäck. Auch für eine Decke und für Kopfhörer müssen Passagiere zahlen.

Mahlzeiten sind weiterhin im Preis inbegriffen, das ist bei Norwegian nicht der Fall. Eine Decke wird bei Aer Lingus drei Euro, Kopfhörer sollen fünf Euro kosten , kündigt die Fluggesellschaft an. Auch Sitzplätze kann man nicht mehr reservieren. Diese werden, so Aer Lingus, beim Check-in automatisch zugeteilt. Passagiere, denen die Dinge, die nun zu Extras wurden, wichtig sind, können weiterhin den «Smart»-Tarif buchen. Dort kosten die Flüge laut der Fluglinie pro Strecke rund 40 Euro mehr.

Weitere werden folgen

Aer Lingus und Tap dürften nicht die letzten Fluglinien bleiben, die sich dafür entscheiden, billigere Transatlantik-Tarife anzubieten. So hat laut dem Reiseportal Skift zum Beispiel auch American Airlines vor, eine solche Preiskategorie einzuführen. Schon im nächsten Jahr könnte es so weit sein.

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