Boeing 767 von Condor: In Tunesien droht der Fluglinie Gefahr.

Flüge nach Djerba betroffenCondor droht Flugzeug-Pfändung in Tunesien

Ein Hotelier will Flugzeuge von Condor in Ketten legen, um Guthaben bei Thomas Cook einzutreiben. Darum muss der deutsche Ferienflieger umplanen.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die Anwälte von Condor waren schnell. Kaum war klar, dass der deutsche Ferienflieger dank staatlich garantiertem Kredit weiterfliegen kann, beantragten sie ein Schutzschirmverfahren. Das Amtsgericht Frankfurt genehmigte den Antrag und seither kann die Fluglinie nicht mehr für die Schulden ihrer insolventen Mutter Thomas Cook Group belangt werden.

Trotzdem hat die juristisch unabhängige Condor wegen der Vergangenheit im Thomas-Cook-Konzern jetzt Probleme. Am Freitag annullierte die Fluggesellschaft zwei ihrer drei Flüge von Deutschland auf die Badeinsel Djerba. Der Grund: Ein tunesischer Hotelunternehmer versucht, Guthaben beim insolventen Reisekonzern einzutreiben, indem er Flugzeuge von Condor pfänden lässt.

Tuifly und Lufthansa helfen aus

«Es gab konkrete Hinweise, auch seitens offizieller Behörden, über Forderungen gegen die Thomas Cook Group in Tunesien, die bei Condor geltend gemacht werden sollten», bestätigt eine Sprecherin der Airline gegenüber aeroTELEGRAPH. Es gehe «explizit nicht um Forderungen gegen Condor». Es bestehe auch keine rechtliche Grundlage für die drohende Pfändung in Tunesien, sagt sie.

Die annullierten Flüge würden am Samstag (12. Oktober) nachgeholt. Condor führte sie aber nicht selbst durch, sondern ließ Tuifly und Lufthansa für sie fliegen. So konnte die Fluggesellschaft das Pfändungsrisiko umgehen. «Bei unseren Gästen möchten wir uns für die Unannehmlichkeiten entschuldigen», so die Sprecherin.

Problem nicht gelöst

Die Probleme sind damit aber noch nicht gelöst. Man prüfe «derzeit mit Hochdruck rechtliche Maßnahmen gegen den Gläubiger von Thomas Cook, um sicherzustellen, dass Condor weiterhin Gäste in den Urlaub nach Tunesien und wieder zurückbringen kann», erklärt die Sprecherin.

Mehr zum Thema

Condor-Jet im Hangar: Die Airline hält den Betrieb aufrecht.

So funktioniert Condors Schutzschirm

Flieger von Condor: Die Airline kann weiterfliegen.

«Wir suchen uns einen neuen Eigentümer»

Boeing 767 von Condor: Was sind die Thomas-Cook-Airlines wert?

Condor bekommt 380 Millionen Euro

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg