Britten-Norman BN-2 Islander von FLN Inselflieger: Die Flotte der Airline reduziert sich von neun auf fünf Flieger.

Nach Aus für Juist-FlügeFLN Inselflieger schrumpft auch die Flotte

Die auf die Ostfriesischen Inseln spezialisierte deutsche Regionalairline streicht eine ihrer beiden Strecken. Deshalb verkauft FLN Inselflieger insgesamt vier Britten-Norman Islander und Cessna 182.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

98 Jahre lang war das Wasser ihr Element. Dann entschied sich die norddeutsche Reederei Norden-Frisia, auch auf die Luft zu setzen. 1969 kaufte sie 50 Prozent der Frisia-Luftverkehr Norddeich, kurz FLN. Die kleine Fluggesellschaft bediente hauptsächlich die Insel Juist. Schon ein Jahr später wurde Norden-Frisia zur Alleineigentümerin.

Das Geschäft boomte. Und so baute die Reederei 2011 das Geschäft mit dem Kauf von Luftverkehr Friesland-Harle aus. Dadurch wuchs das Streckennetz kräftig. Die auf die Ostfriesischen Inseln spezialisierte Fluggesellschaft fliegt bis heute, inzwischen mit dem Namenszusatz Inselflieger. Nun hat sie allerdings beschlossen, eine ihrer beiden Strecken aufzugeben. Ab dem 1. März fliegt sie nicht mehr zwischen Norddeich und der Insel Juist.

Flugplatz Juist nicht ideal gelegen

Geschäftsführer Olaf Weddermann erklärt, die Passagierzahlen seien zwischen 2018 und 2024 von 52.000 auf nur noch 26.000 pro Jahr gefallen. «Die neue Expressfähre kostete uns Marktanteile», so der Manager. Sie fahre direkt in den Hafen, der Flugplatz dagegen liege rund vier Kilometer außerhalb. Eine Kutsche dient als Transport in den Ort - das kostet zusätzlich.

Das ist bei der zweiten Strecke von FLN Inselflieger anders. Wer vom Flugplatz in Harlesiel auf die Insel Wangerooge fliegt, landet direkt beim Ort. Die Fähre dagegen legt auf der anderen Inselseite an und von dort muss man einen Zug in den Ort nehmen. «Vergangenes Jahr beförderten wir 91.000 Passagiere auf der Strecke», sagt Weddermann. Die Tendenz sei leicht steigend.

Bis zu 25 tägliche Flüge in der Hochsaison

Die Konzentration auf eine Strecke hat nicht nur Folgen für die Belegschaft. Einigen Beschäftigten werden alternative Beschäftigungsmöglichkeiten an den Flugplätzen Norddeich oder Harlesiel angeboten. Es betrifft auch die Flotte. «Wir werden zwei unserer Britten-Norman BN-2 Islander verkaufen», erklärt Weddermann.

«Wir verkaufen zudem auch die beiden Cessna 182», so der Chef der Fluglinie. Danach besitzt FLN Inselflieger insgesamt noch fünf Britten-Norman BN-2 Islander. Die braucht es auch: In der Tiefsaison fliegt kleine Regionalairline täglich sieben Mal zwischen Harlesiel und Wangerooge. In der Hochsaison im Sommer bietet sie aber bis zu 25 Flüge pro Tag an. Lange ist man dabei nicht in der Luft: Die Flugzeit beträgt gerade mal fünf Minuten.

Mehr zum Thema

Blick aus de Flugzeug auf die Isles of Scilly: Wasserstoff als Zukunftslösung.

Britten-Norman Islander fliegen schon bald mit Wasserstoff

FLN stellt Flüge zwischen Norddeich und Insel Juist ein

FLN stellt Flüge zwischen Norddeich und Insel Juist ein

Die Cessna Caravan am Flugplatz Schwarze Heide: Ab März 2021 soll sie ...

Neue Airline verbindet Ruhrpott mit deutschen Inseln

ticker scandinavian air charter

Flugverbindung nach Juist kehrt zurück

Video

lufthansa neue uniformen 23
Sie wurde gemeinsam mit Hugo Boss entworfen: Zum ersten Mal seit 24 Jahren präsentiert Lufthansa eine neue Uniform. aeroTELEGRAPH war bei der Vorstellung in Frankfurt dabei.
Timo Nowack
Timo Nowack
Saab Global Eye: Basis ist eine Bombardier Global 6000/6500.
Wie kann eine rohstoffreiche und strategisch immer wichtigere Region wie die Arktis überwacht und im Ernstfall verteidigt werden, angesichts klirrender Kälte und riesiger Ausdehnung? Hersteller wie Boeing, IAI und Northrop Grumman buhlen mit ihren Systemen um Kunden. Ihr härtester Konkurrent kommt aber aus Europa: Saab GlobalEye.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg