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Studie von British Airways

Fliegen im Jahr 2119

British Airways blickt zum 100. Jubiläum nicht nur zurück. Mit Hologram-Flugbegleitern oder Kreuzflügen fantasiert die Airline auch über das Fliegen der Zukunft.

Die allerersten Passagiere von British Airways dürften wohl oft für gutes Wetter gebetet haben. Denn die Vorgängergesellschaft Aircraft Transport and Travel setzte bei ihrem Start im Juli 1919 ausschließlich offene Doppeldecker ein. Es mussten noch einige Jahre vergehen, bis Flugzeuge groß genug wurden, um nicht nur Post, sondern auch mehrere Passagiere halbwegs komfortabel transportieren zu können.

Inzwischen fliegt die britische Fluglinie Millionen Menschen jährlich um die Welt – und das mit deutlich mehr Komfort. Erst gerade stieß der erste Airbus A350-1000 zur Flotte der Airline, die dieses Jahr ihren 100. Geburtstag feiert. Anlässlich des runden Jubiläums hat British Airways unter anderem eine Studie in Auftrag gegeben, die sich mit dem Thema befasst, was Passagiere sich von der Zukunft des Fliegens erhoffen. BA 2119 heißt der Bericht, für den in acht Ländern zwischen 1000 und 2000 Menschen befragt wurden. Das Ziel: Wissen, wie das Fliegen in 40, 60 und 100 Jahren aussehen könnte.

Nicht alle wollen soziale Interaktion

Eine Erkenntnis: Nicht alle Passagiere ticken gleich. Reisende aus Brasilien, Südafrika oder Indien wünschen sich, an Bord mehr Raum für soziale Interaktionen – etwa in Form von Lounges oder Bars. Passagiere aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich oder Japan dagegen wollen lieber privatere Reiseerlebnisse.

Lösen will man solche Diskrepanzen, indem das Reiseerlebnis stärker personalisiert wird. Schlaue Flugzeugsitze sollen dabei eine Rolle spielen. Mit «biologischen Scannern» sollen sie die Bedürfnisse der Passagiere erkennen. Passendes Essen und Nahrungsergänzungsmittel könnten dann per 3D-Druck direkt an Bord hergestellt werden, heißt es in der Studie. Auch Jetlag könnte sich so bekämpfen lassen.

Hologramme für die einfachen Aufgaben

Die menschliche Besatzung könnte Unterstützung von Hologrammen erhalten, heißt es weiter. Die virtuellen Flugbegleiter sollen einfache und übliche Kundenwünsche behandeln, während die Menschen für persönlicheren Kontakt zuständig seien.

Eine «überwältigende Mehrheit» der Befragten sehe ein Ende der Klassen in Flugzeugen, schreiben die Studienautoren. Auch das habe damit zu tun, dass sie auch was Platz, Erlebnis und Unterhaltung angeht, viel mehr selbst entscheiden wollen. Auch ihre Ankunft wollen die Reisenden selbst regeln. Sie wollen die Möglichkeit, noch während des Fluges alle Einreiseformalitäten hinter sich zu bringen, damit sie nach der Landung nicht mehr Schlange stehen müssen. Zudem wünschen sie sich einen virtuellen Concierge, der zum Beispiel Transport und Hotel nach der Ankunft arrangiert.

Mehr zahlen für die Umwelt

Die Umwelt war für alle Reisenden ein Thema. 43 Prozent gaben an, dass sie mehr zahlen würden, wenn ein Flug umweltverträglicher wäre. 45 Prozent gaben an, dass sie bereit wären, die langsamste Möglichkeit zu buchen, wenn diese besser für die Umwelt wäre.

Auch wenn sich derzeit viel Forschung um Überschallflüge dreht – die Verfasser der Studie vermuten nach ihren Kundenbefragungen, dass es innerhalb der nächsten 50 Jahren auch einen Trend zu langsameren Flugerlebnissen gibt – Kreuzfahrtflüge nennen sie das. In Zeppelinmanier würde man dann über schöne Landschaften oder Sehenswürdigkeiten geflogen. Auch Entspannungsprogramme wie Yoga, Meditation oder Malkurse können an Bord solcher Flüge möglich sein, heißt es.



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