First-Class-Passagier bei Qantas: Seltenheitswert.

Zu wenig NachfrageFirst Class wird zur bedrohten Spezies

Asiana schafft die erste Klasse fast ganz ab. Die Fluglinie folgt damit einem Trend, der weltweit zu beobachten ist. Auch American, Qantas und Lufthansa reduzierten ihr First-Angebot laufend.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die Analyse ist ebenso klar, wie brutal. «Die althergebrachte Wachstumsstrategie funktioniert nicht mehr. Wir müssen uns nun auf die Erhöhung der Profitabilität konzentrieren und die Art Geschäfte zu machen, drastisch verändern», sagt Kim Soo-cheon. Ein Schritt in diese Richtung ist für den Chef von Asiana Airlines die Abschaffung der First Class. Die koreanische Fluglinie lässt die Erstklass-Sitze in allen ihren Flugzeugen ausbauen. Nur noch in den derzeit vier, später sechs Airbus A380 bleiben die ganz teuren Plätze erhalten.

Den Schritt von Asiana machten zuvor schon andere Fluggesellschaften. Qatar Airways ist eine Fünfsterne-Airline. Sie bietet aber immer seltener First-Class-Sitze an. Sie begann in den vergangenen Monaten, die erste Klasse aus vielen Fliegern auszubauen. In den neuen Airbus A350 etwa oder auch in den neuen Dreamlinern führt Qatar keine First mehr. Die Nachfrage sei ganz einfach zu gering, so die Golfairline. Die Auslastung habe nur rund 40 Prozent betragen.

American bietet First nur noch nach London an

Unternehmen buchen für Ihre Manager immer seltener First, sondern Business Class. Denn die bietet Passagieren inzwischen so viel wie früher die erste Klasse. Und sie schont relativ gesehen auch das Budget. Die privaten Luxusreisenden alleine aber füllen die Sitze nicht.

Die First Class ist darum auch in den USA vom Aussterben bedroht. American Airlines verringerte das Angebot an First-Sitzen in den letzten Jahren um mehr als 90 Prozent. Heute bietet die Fluglinie sie nur noch auf Flügen mit ihren Boeing 777 zwischen London Heathrow und den Vereinigten Staaten an. Konkurrentin United reduzierte das Angebot ebenfalls massiv. Und die australische Qantas baute in den letzten fünf Jahren ebenfalls zwei von drei Erstklass-Sitzen aus.

Lufthansa weiterhin eine der größten First-Anbieterinnen

Der Trend macht auch vor Europa nicht halt. Lufthansa bot noch vor zwei Jahren auf 95 von 100 Langstreckenflugzeugen eine First Class an. Heute sind es nur noch 70. «Wir sind dennoch noch immer eine der größten First-Class-Anbieter der Welt», sagt ein Sprecher. Nur auf gewissen Strecken wie etwa nach Indien oder teilweise Nordamerika gebe es in den Lufthansa-Flugzeugen keine erste Klasse mehr. Die Nachfrage sei dort zu gering. In allen anderen Fliegern bleibt es bei acht Erstklass-Plätzen.

Mehr zum Thema

Lufthansa-Jet in Bremen (Archivbild): Die Frankfurt-Flüge kehren zurück.

Lufthansa nimmt Flüge zwischen Bremen und Frankfurt wieder auf

Lufthansa Aviation Center in Frankfurt: Hier werden überproportional Stellen wegfallen.

«Die Antwort wird sich nicht auf magische Weise ändern» - Lufthansa verliert auf X die Geduld mit einem Kunden

ticker lufthansa group

Projekt Nexus: Lufthansa Group prüft mit engere Verzahnung von Lufthansa, City Airlines und Discover

ticker-lufthansa

Lufthansa schickt zum Oktoberfest neue Trachtencrew auf Reisen

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier