Weinen: Im Flugzeug häufiger.

FilmeWeshalb Passagiere wirklich weinen

Im Flugzeug weinen Leute angeblich öfter bei Filmen. Forscher entlarvten nun den Mythos.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Altitude-Adjusted Lachrymosity Syndrome  oder kurz AALS: Im Internet geistert sogar ein pseudowissenschaftliche Wortschöpfung herum, der zahlreichen Anekdoten ähnlichen Inhalts einen seriös wirkenden Überbegriff verleiht. Als AALS werden Zwischenfälle bezeichnet, bei denen Flugpassagiere bei Filmszenen unkontrolliert weinen. Es geht um Szenen,  bei denen sie laut eigenen Angaben am Boden kaum dermaßen emotional reagiert hätten.

Die Psychiater Paul Wicks und Lee Lancashire von der Gesundheitsplattform Patienst Like Me untersuchten das Phänomen nun mithilfe einer Online-Befragung mit 1084 Teilnehmern. Diese hatten in den zwölf Monaten vor der Umfrage insgesamt 1035 Filme in der Luft und 904 am Boden gesehen. Im Flugzeug mussten sie bei 25 Prozent der Filme, am Boden lediglich bei 22 Prozent der Filme weinen.

Andere Genres, mehr Filme

Dieser (geringe) Unterschied ist gemäss den Forschern allerdings nicht auf AALS zurückzuführen. Es sei «höchst wahrscheinlich» kein medizinisches Krankheitsbild, heißt es in der Studie. Das überdurchschnittliche Weinen im Flugzeug sei mit anderen Faktoren zu erklären: Als statistisch signifikant erwies sich etwa, dass Flugpassagiere in einer kurzen Zeitspanne «dramatisch viel mehr» Filme schauen, als sie dies auf dem Boden tun.

Auch die Genrewahl trägt zum Weinen bei. In der Luft werden tendenziell mehr Dramen, Familienfilme und animierte Streifen geschaut. Bei diesen Filmen wird ortsunabhängig mehr geweint. Auf dem Boden sind Actionfilme populär, die weniger emotionale Reaktionen auslösen. Unter den Studienteilnehmer weinten Frauen signifikant mehr als Männer, sowohl am Boden als auch in der Luft.

Top Five der Wein-Filme

Aus den Filmen, die mehrere Studienteilnehmer in den vergangenen zwölf Monaten im Flugzeug gesehen, hatten, erstellten die Autoren eine Top-Five-Liste mit den tränenreichsten Streifen. Bei The Zookeeper’s Wife mussten 100 Prozent der befragten Zuschauer weinen, bei Okja waren es 90 Prozent, bei Lion 65 Prozent bei La La Land 59 Prozent und bei Moana 42 Prozent.

Mehr zum Thema

lufthansa johann lafer

Was Lufthansa in Zukunft auf der Langstrecke auf den Teller bringt

lufthansa oktoberfest

Lufthansa passt Mahlzeitenservice auf der Langstrecke an - macht aus anderen Neuerungen aber weiter ein Geheimnis

Swiss-Langstreckenjet über Toronto: 2024 zu sehen?

Fünf Ziele sind Favoriten für neue Langstrecken bei Swiss

Visualisierung eines Blended-Wing-Body-Fliegers des Tsagi: Ist das die Langstreckenzukunft?

Russland plant eigenes neues Langstreckenflugzeug

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg