Flughafenfeuerwehrleute in Australien: Sorgen sich um die Sicherheit.

Zu wenig Personal und RessourcenFeuerwehrleute an Airports streiken - wegen Sicherheitsbedenken

An mehreren australischen Flughäfen besteht durch Personal- und Ressourcenmangel offenbar ein Sicherheitsrisiko - weshalb die Feuerwehrleute streiken. Die Arbeitgeber sehen das anders.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Es ist definitiv besser, wenn man sie nicht antrifft - aber gleichzeitig ist es gut zu wissen, dass sie da sind. Die Männer und Frauen der Flughafenfeuerwehr sind immer in Bereitschaft, falls etwas schiefgeht. Doch offenbar gibt es diesbezüglich in Australien ein Problem. Und das bringt die Feuerwehrleute des Landes dazu, 27 Flughäfen zu bestreiken.

Die Feuerwehrleute an den großen australischen Flughäfen werden am 15. April in den Ausstand treten. Der Grund: Laut ihrer Gewerkschaft bringt der Mangel an Personal für die Brandbekämpfung und den Rettungsdienst an den Airports Fluggäste und Crews in Gefahr.

Hohes bis sehr hohes Risiko

Die United Firefighters Union Australia (UFUA) erklärt, sie habe Dokumente der staatlichen Flugsicherungsbehörde Airservices Australia zugespielt bekommen, aus denen hervorgeht, dass an 13 Flughäfen ein «extremes Risiko» und an 14 weiteren ein «hohes Risiko» besteht. Man habe zuvor schon lange versucht, an die Dokumente zu kommen, doch dies sei verweigert worden.

Das würde bestätigen, «dass Australiens Flugreisende jedes Mal, wenn sie ein Flugzeug in Australien betreten, einem großen Risiko ausgesetzt sind, sollte es zu einem Zwischenfall kommen», sagt der Sekretär der Luftfahrtabteilung der Gewerkschaft, Wes Garrett, gegenüber dem Radiosender ABC.

Schlüsselpersonal soll fehlen

«Die durchgesickerten Dokumente bestätigen, dass Flugreisende auf 13 großen Flughäfen in Australien, darunter Brisbane, Melbourne, Perth und Adelaide, einem extremen Risiko ausgesetzt sind.» An 14 weiteren Flughäfen in Australien, darunter Sydney, Canberra und Hobart, bestehe für Flugreisende ein hohes Risiko, sagte er.

Grund sei, fügte Garrett hinzu, dass die Aufgaben-Ressourcen-Analyse des Dienstes zeige, dass die derzeitige Personalausstattung «weit unter dem liegt, was sie sein sollte». Zu den Ressourcen-Knappheiten gehören laut dem Bericht ein Mangel an Schlüsselpersonal für die Bedienung von Atemschutzgeräten, ein Mangel an Löschmitteln zur Bekämpfung mehrerer Zwischenfälle, unzureichendes Personal und Fahrzeuge, um beide Seiten eines verunglückten Flugzeugs zu schützen, ein Mangel an Personal für eine wirksame Einsatzleitung und -kontrolle sowie ein Mangel an Verfahrenskontrollen an Australiens Flughäfen.

Mitten in den Ferien

Die geplante Arbeitsniederlegung soll 27 Flughäfen im ganzen Land betreffen und ab 6 Uhr morgens für vier Stunden andauern. Sie fällt mitten in die Zeit, in der die Schüler in New South Wales, South Australia, Tasmanien und dem Northern Territory ihre zweiwöchigen Ferien beginnen und die Schüler in anderen Bundesstaaten zurückkehren.

Die zuständige Behörde Airservices Australia weist die Vorwürfe zurück. Der Streik habe nichts mit Sicherheitsmängeln zu tun, sondern basiere rein auf der Tatsache, dass die Feuerwehrleute mehr Lohn erhalten wollten. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von 20 Prozent über drei Jahre, während Airservices Australia 11,2 Prozent über drei Jahre angeboten hat.

Mehr zum Thema

A340 von Lufthansa: Bald auf einigen Inlandsflügen nach Berlin unterwegs.

A340 muss wegen Rauch in München landen

Boeing 747-8 von UPS: Die Feuerwehr löschte das Feuer

Boeing 747-8 von UPS kehrt mit brennendem Triebwerk um

Ein Airbus A320 von Jetstar (hier ein Archivbild eines anderen Exemplars): Solch ein Flieger war am 9. August in den Vorfall verwickelt.

Zwei Beinahe-Kollisionen setzen Flugsicherung in Sydney unter Druck - Chef muss zum Rapport

ticker-singapore-airlines

Australien genehmigt vorläufig engere Zusammenarbeit von Singapore Airlines und All Nippon Airway

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier