Flugspuren am Himmel: Über Russland seltener geworden.

Rosaviatsiya im KrisenmodusFehlende Überfluggebühren zwingen russische Luftfahrtbehörde zu Sparkurs

Die Sperrung des russischen Luftraums bedeutet für westliche Airlines Umwege und Zusatzkosten. Für Russland bedeutet sie fehlende Einnahmen. Daher muss die Luftfahrtbehörde Rosaviatsiya den Gürtel enger schnallen.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

300.000 Flüge führten 2019 durch den russischen Luftraum. Inzwischen ist der vom Kreml für westliche Fluggesellschaften gesperrt - als Gegenreaktion auf die westlichen Sanktionen nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine. Das hat Folgen für British Airways, Finnair, Lufthansa und Co.

So wurde die Strecke zwischen Helsinki und Shanghai wegen der russischen Luftraumsperrung rund 3200 Kilometer länger. Das bedeutet rund drei Stunden zusätzliche Flugzeit. Für Lufthansa ist Peking heute etwa 1200 Kilometer weiter entfernt als vor dem Krieg und den Sanktionen.

Teuere Umwege, ...

Entsprechend mehr Treibstoff müssen die Fluggesellschaften mitführen. Das bedeutet enorme Zusatzkosten und macht viele Strecken unrentabel. Lufthansa sprach im Frühjahr 2022 von einem einstelligen Millionenbetrag, der monatlich zusätzlich anfalle.

Der Weltluftfahrtverband Iata forderte deshalb bereits Verhandlungen mit Russland über eine Wiederöffnung des Luftraums. Denn während westliche Airlines den Einschränkungen unterliegen, fliegen chinesische weiterhin über russisches Gebiet. Und dadurch haben sie einen großen Wettbewerbsvorteil. Der kommt besonders jetzt zum Tragen, da sich China nach den strikten Covid-19-Lockdowns öffnet und die Nachfrage nach Flügen aus und in die Volksrepublik zurückkehrt.

... aber auch niedrigere Einnahmen

Die Sperrung des russischen Luftraums trifft aber nicht nur westliche Fluggesellschaften. Sie trifft auch Russland. Die Überflüge bescherten dem Land im Jahr 2019 Einnahmen von 1,6 Milliarden Euro. Denn jedes Mal, wenn British Airways, Finnair, Lufthansa und Co. über Russland flogen, fielen Gebühren an, die in die Kassen des Kremls und somit auch der Staatsairline Aeroflot flossen.

Wie sehr das schmerzt, zeigt, dass die russische Luftfahrtbehörde sparen muss. Es gebe keinen positiven Trend bei der Wiederaufnahme des Flugbetriebs, so Rosaviatsiya gemäß dem Portal Rus Tourism News. Sie ordnete deshalb einen Einstellungsstopp für alle Berufsgruppen an, einschließlich Fluglotsinnen und Fluglotsen und Fachleute für die Wartung von Funkanlagen und Kommunikationseinrichtungen.

«Anti-Krisen-Maßnahme»

Rosaviatsiya spricht selbst von einer «Anti-Krisen-Maßnahme». Sie sei wegen der Verschlechterung der finanziellen und wirtschaftlichen Lage des Unternehmens nötig geworden, die eine Folge der westlichen Sanktionen sei.

Mehr zum Thema

Das Turboproptriebwerk Klimov TV7-117ST-01: Für die Ilyushin Il-114-300.

Russland drückt bei eigenen Triebwerken aufs Tempo

Crew-Mitglieder von British Airways: Flog vor Covid-19 seit 1980 nach Festlandchina.

Airlines kehren vorsichtig nach China zurück

Airbus A350-900 von Finnair: 10 von 17 wurden angepasst.

Finnair passt Airbus A350 für Routen jenseits Russlands an

ilyushin il 114 300

So sollen russische Flugzeuge künftig in Indien gebaut werden

Video

Alarm für Einwohnerinnen und Einwohner: Flughafen Dubai International.
Nach iranischen Angriffen haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum teilweise geschlossen und den Flugverkehr gestoppt. Auch der Flughafen Dubai, an dem rund 20.00 Reisende festsitzen, wurde getroffen. Am Airport Abu Dhabi kam sogar ein Mensch ums Leben.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Timo Nowack
Timo Nowack
bolivien el elto c 130
Eine Lockheed C-130 Hercules der bolivianischen Luftwaffe ist am Flughafen El Alto verunglückt. Das Flugzeug, das für die Zentralbank des Landes unterwegs war, kam erst außerhalb des Flughafengeländes zum Liegen. Etliche Menschen kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin