Dunkle Wolken über Fastjet: Die afrikanische Airline streitet mit ihrem Lizenzgeber und Anteilseigner Easyjet.

Afrikanische AirlineFastjet braucht mehr Geld

Der afrikanische Billigflieger Fastjet benötigt schneller neues Geld als erwartet. Das kostet den Präsidenten der Airline nun den Job.

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Die Easy Group von Easyjet-Gründer Stelios Haji-Ioannou hält 12,6 Prozent an der tansanischen Billigfluggesellschaft Fastjet - und war zuletzt alles andere als zufrieden. Im März dieses Jahres zweifelte Haji-Ioannou in einem offenen Brief an der Überlebensfähigkeit von Fastjet. Nachdem zuvor schon Airline-Chef Ed Winter abgetreten war, machte der Großaktionär nun Druck auf Aufsichtsratpräsident Colin Child.

Doch Child wehrte sich, blieb im Amt und sammelte im Juli neues Geld ein, um mit dem neuen Airline-Chef Nico Bezuidenhout umfassende Reformen einzuleiten und die Kosten der unprofitablen Airline zu drücken. Nun hat Fastjet jedoch angekündigt, schon im ersten Quartal 2017 neue Finanzmittel zu benötigen. Und Child wird nicht mehr dafür zuständig sein - er trat von seinem Posten zurück.

Kleinere Jets

Bezuidenhout soll Childs Job interimsmäßig übernehmen. Den neuen Geldbedarf begründete die Airline damit, dass die Rückgabe von geleasten Maschinen teuerer und schwieriger sei, als erwartet. Fastjet will Airbus A319 durch kleinere Embraer E190 ersetzen.

Auch soll die Firmenzentrale von London nach Johannesburg umziehen. Die Easy Group wollte sich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters vorerst nicht zu den Vorgängen äußern. Bedauern dürfte sie Childs Abgang aber wohl kaum.

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