Flugzeuge von Discover und Condor: Geht es nur darum, die Ferienairline zu stören?

Ralf TeckentrupEx-Condor-Chef: Discover nicht dazu da, Geld zu verdienen

Ein Monat nach seiner Pensionierung drückt Ex-Condor-Chef Ralf Teckentrup nochmals kräftig auf die Tube. Er wirft Lufthansa vor, die Konkurrenz unfair zu drangsalieren.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Wenn man Manager jeweils nach einer offiziellen Meinung zur Konkurrenz fragt, sagen sie entweder nichts, oder sie holen Floskeln hervor. Dazu gehört etwa der absolute Klassiker: «Wir freuen uns über Konkurrenz. Sie belebt das Geschäft».

Ralf Teckentrup war nie ein Mann, der mit seinen Meinungen zurückhielt. Und auch in den letzten Interviews, die er in seiner Position geführt hat, wurde er nochmal deutlich. Lufthansa sei eine unfaire Mitbewerberin, sagte der Manager a. D. etwa im Interview mit Aero International.

Reines Kampfinstrument?

Er habe über die Jahre dokumentiert, wie die größte deutsche Fluggesellschaft versuchte, unliebsame Konkurrenz aus dem Markt zu drängen, so Teckentrup. Lufthansa setze «auf eine klare Verdrängungsstrategie». Das tue der Konzern auch bei Condor. Er denkt dabei nicht nur an den Versuch, die Zubringerflüge für den Ferienflieger einzustellen, bei dem der große Konzern erst vom Bundeskartellamt gestoppt wurde.

Den neuen Lufthansa-Ferienflieger bezeichnet Teckentrup als reines Kampfinstrument. Discover gehe «ganz bewusst mit Überkapazitäten auf unsere Strecken. Das ist das Mittel der Lufthansa, um unsere Condor vor Herausforderungen zu stellen», so der Manager, der sein Amt Ende Dezember nach rund 20 Jahren aufgab.

Teckentrups Nachfolger muss Lösung suchen

Discover sei «ein Instrument von Carsten Spohr, um Condor» zu drangsalieren, so Teckentrup weiter. Die neue Tochter sei gar nicht darauf ausgelegt, Geld zu verdienen. Durch das Anbieten derselben Strecken sinken die Preise und Erträge. Mit dem Problem muss sich freilich sein Nachfolger herumschlagen. Am 1. Februar nimmt Peter Gerber auf dem Chefsessel Platz.

Mehr zum Thema

Ein Airbus A330 von Discover im neuen Look.

Mit Blau und Gelb tilgt Discover Eurowings von den Fliegern

Boeing 767 von Condor: Dank Lufthansa-Zubringerflügen gefüllt.

Bundeskartellamt: Lufthansa behindert Condor auf der Langstrecke

Boeing 767 von Condor: Viele der Jets füllen sich dank Lufthansa-Zubringern.

Condor reicht Beschwerde gegen Eurowings Discover ein

Eurowings Premium BIZ-10

Lufthansa prüft echte Business-Class-Sitze auf Europaflügen

Video

Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies