Flugzeuge von Discover und Condor: Geht es nur darum, die Ferienairline zu stören?

Ralf TeckentrupEx-Condor-Chef: Discover nicht dazu da, Geld zu verdienen

Ein Monat nach seiner Pensionierung drückt Ex-Condor-Chef Ralf Teckentrup nochmals kräftig auf die Tube. Er wirft Lufthansa vor, die Konkurrenz unfair zu drangsalieren.

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Wenn man Manager jeweils nach einer offiziellen Meinung zur Konkurrenz fragt, sagen sie entweder nichts, oder sie holen Floskeln hervor. Dazu gehört etwa der absolute Klassiker: «Wir freuen uns über Konkurrenz. Sie belebt das Geschäft».

Ralf Teckentrup war nie ein Mann, der mit seinen Meinungen zurückhielt. Und auch in den letzten Interviews, die er in seiner Position geführt hat, wurde er nochmal deutlich. Lufthansa sei eine unfaire Mitbewerberin, sagte der Manager a. D. etwa im Interview mit Aero International.

Reines Kampfinstrument?

Er habe über die Jahre dokumentiert, wie die größte deutsche Fluggesellschaft versuchte, unliebsame Konkurrenz aus dem Markt zu drängen, so Teckentrup. Lufthansa setze «auf eine klare Verdrängungsstrategie». Das tue der Konzern auch bei Condor. Er denkt dabei nicht nur an den Versuch, die Zubringerflüge für den Ferienflieger einzustellen, bei dem der große Konzern erst vom Bundeskartellamt gestoppt wurde.

Den neuen Lufthansa-Ferienflieger bezeichnet Teckentrup als reines Kampfinstrument. Discover gehe «ganz bewusst mit Überkapazitäten auf unsere Strecken. Das ist das Mittel der Lufthansa, um unsere Condor vor Herausforderungen zu stellen», so der Manager, der sein Amt Ende Dezember nach rund 20 Jahren aufgab.

Teckentrups Nachfolger muss Lösung suchen

Discover sei «ein Instrument von Carsten Spohr, um Condor» zu drangsalieren, so Teckentrup weiter. Die neue Tochter sei gar nicht darauf ausgelegt, Geld zu verdienen. Durch das Anbieten derselben Strecken sinken die Preise und Erträge. Mit dem Problem muss sich freilich sein Nachfolger herumschlagen. Am 1. Februar nimmt Peter Gerber auf dem Chefsessel Platz.

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