Flugzeuge von Discover und Condor: Geht es nur darum, die Ferienairline zu stören?

Ralf TeckentrupEx-Condor-Chef: Discover nicht dazu da, Geld zu verdienen

Ein Monat nach seiner Pensionierung drückt Ex-Condor-Chef Ralf Teckentrup nochmals kräftig auf die Tube. Er wirft Lufthansa vor, die Konkurrenz unfair zu drangsalieren.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Wenn man Manager jeweils nach einer offiziellen Meinung zur Konkurrenz fragt, sagen sie entweder nichts, oder sie holen Floskeln hervor. Dazu gehört etwa der absolute Klassiker: «Wir freuen uns über Konkurrenz. Sie belebt das Geschäft».

Ralf Teckentrup war nie ein Mann, der mit seinen Meinungen zurückhielt. Und auch in den letzten Interviews, die er in seiner Position geführt hat, wurde er nochmal deutlich. Lufthansa sei eine unfaire Mitbewerberin, sagte der Manager a. D. etwa im Interview mit Aero International.

Reines Kampfinstrument?

Er habe über die Jahre dokumentiert, wie die größte deutsche Fluggesellschaft versuchte, unliebsame Konkurrenz aus dem Markt zu drängen, so Teckentrup. Lufthansa setze «auf eine klare Verdrängungsstrategie». Das tue der Konzern auch bei Condor. Er denkt dabei nicht nur an den Versuch, die Zubringerflüge für den Ferienflieger einzustellen, bei dem der große Konzern erst vom Bundeskartellamt gestoppt wurde.

Den neuen Lufthansa-Ferienflieger bezeichnet Teckentrup als reines Kampfinstrument. Discover gehe «ganz bewusst mit Überkapazitäten auf unsere Strecken. Das ist das Mittel der Lufthansa, um unsere Condor vor Herausforderungen zu stellen», so der Manager, der sein Amt Ende Dezember nach rund 20 Jahren aufgab.

Teckentrups Nachfolger muss Lösung suchen

Discover sei «ein Instrument von Carsten Spohr, um Condor» zu drangsalieren, so Teckentrup weiter. Die neue Tochter sei gar nicht darauf ausgelegt, Geld zu verdienen. Durch das Anbieten derselben Strecken sinken die Preise und Erträge. Mit dem Problem muss sich freilich sein Nachfolger herumschlagen. Am 1. Februar nimmt Peter Gerber auf dem Chefsessel Platz.

Mehr zum Thema

Ein Airbus A330 von Discover im neuen Look.

Mit Blau und Gelb tilgt Discover Eurowings von den Fliegern

Boeing 767 von Condor: Dank Lufthansa-Zubringerflügen gefüllt.

Bundeskartellamt: Lufthansa behindert Condor auf der Langstrecke

Boeing 767 von Condor: Viele der Jets füllen sich dank Lufthansa-Zubringern.

Condor reicht Beschwerde gegen Eurowings Discover ein

ticker-lufthansa

Ostdeutsche Länder zurückhaltend bei Lufthansa-Vorstoß für staatlich gesicherte Flüge

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier