1Time musste aufgeben. Die ehemaligen Chefs wollen mit einer neuen Airline den Neustart wagen.

Neue Billigairline in Südafrika

Skywise will das Geschäft mit Billigflügen in Südafrika wiederbeleben. Kritiker warnen nach dem Aus von 1Time vor einer erneuten Bruchlandung.

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Rodney James ist entweder ein unverbesserlicher Optimist oder unbelehrbar. Als ehemaliger Chef von 1Time ist er mitverantwortlich für die Pleite der Fluggesellschaft, welche vor drei Wochen endgültig den Betrieb einstellen musste. Bereits im März trat er von seinem Posten zurück und verkündet jetzt sein Comeback. Mit Skywise will er bereits in den ersten drei Monaten des neuen Jahres eine weitere Lowcost-Airline starten. Mit zwei Boeing B737-300 will er von Johannesburg nach Kapstadt fliegen. Und James fasst bereits eine weitere Expansion des Netzes ins Auge, wie er dem südafrikanischen Tourismus-Fachportal Tourism update verriet.

James und mehrere ehemalige Führungsleute der 1Time reichten ein entsprechendes Gesuch bei der Regierung ein. «Es gab noch nie eine bessere Zeit, einen neuen Lowcost-Carrier in Südafrika zu starten», kommentiert er seinen Antrag. Nachdem in diesem Jahr neben 1time auch Velvet Sky aufgab, sei die Zeit für mehr Wettbewerb gekommen. Das einzige Geschäftsmodell mit Zukunft sei jenes der Billiganbieter. «Wir möchten uns messen mit 1Time. Es ist wirklich schade, dass es die nicht mehr gibt. Es gibt mit Kulula nur noch einen wirklichen privaten Anbieter. Da braucht es Wettbewerb. Die Zeit dafür war noch nie reifer.»

Geringe Erfolgsaussichten

Der verbleibende Anbieter Kulula reagiert gelassen auf diese Ankündigungen. Der Vorsitzende der Muttergesellschaft Comair setzt vor allem ein Fragezeichen hinter den Zeitplan. Die Erteilung einer Betriebsgenehmigung alleine könne bis zu einem Jahr dauern, so Erik Venter. «Jede neue Gesellschaft wird einen schwierigen Start haben. Die Betriebskosten sind hoch und das Angebot übersteigt die Nachfrage bereits heute», gab Venter zu bedenken. Da sei es auch kein Zufall, dass die beiden verbleibenden Billiganbieter Kulula und die staatliche Mango aus Effizienzgründen nur die sparsameren Boeing B737-800 einsetzen würden. Damit habe Skywise bereits zum Start schlechtere Karten mit ihren älteren B737-300.

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