Evolutionstechnisch nicht perfekt: Mit Darwins Theorie lässt sich zeigen, warum die Concorde scheiterte.

FlugzeuggrößeWarum die Concorde scheitern musste

Durch technischen Fortschritt werden Dinge immer besser, so auch bei Flugzeugen. Doch wer in der Evolution zu früh ist, hat keine Chance. Das zeigt die Concorde.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Eines der Argumente gegen Darwins Evolutionstheorie ist, dass kein Mensch den Prozess wirklich bestätigen kann, weil die Veränderungen länger brauchen, als ein einzelner Mensch lebt. Dieser Theorie widerspricht Adrian Bejan, Professor für Maschinenbau an der US-Uni Duke. Die Evolution lasse sich sehr wohl beobachten - anhand des technischen Fortschritts.

Die Miniaturisierung von technischen Dingen ist dabei nur die eine Seite des Fortschritts: Manche Teile werden kleiner, leichter, kompakter und schneller. Doch andere Sachen werden - je weiter sie entwickelt sind - größer. Fernseher und auch Flugzeuge sind dafür wohl das beste Beispiel. Allerdings gilt hier auch eine Regel der Evolution: Alles muss proportional wachsen, stellte Bejan fest. Im Laufe der Zeit steigerten Flugzeuge ihre Größe, Schnelligkeit und Reichweite, legten zeitgleich aber auch an der Länge der Flügel und des Rumpfes sowie der Motorengröße zu.

Concorde musste scheitern

Bejans Theorie geht davon aus, dass die Entwicklung der Flugzeuge konstant sein muss. Wenn etwas zu früh zu außergewöhnlich ist, setzt es sich nicht durch, erklärte Bejan gegenüber Sci-News. Als Beweis nennt er die Concorde. «Mit ihrer extremen Geschwindigkeit setzte sich die Concorde stark von allen vorherigen erfolgreichen Jets ab.» Und das funktionierte nicht: Von vielen Modellen verkauften Airbus und Boeing Tausende Stück, von der Concorde wurden lediglich 20 gebaut. Man musste ausreichend Personen finden, die bereit waren, 10'000 Dollar für einen Flug von Paris nach New York zu finden - was letztendlich nicht klappte.

Der Trend zu «größer, schneller, weiter» bei Flugzeugen führt zu einem größeren weltweiten Verkehrsaufkommen und einem größeren Energiebedarf. Letztendlich spiegelt die technische Entwicklung damit nur die Evolution dar: Deren Ziel ist es auch, möglichst viel Platz auf der Erde und in der Luft einzunehmen.

Mehr zum Thema

Eine Concorde von Air France über Rio de Janeiro: Am 21. Januar 1976 startete das Flugzeug in den Liniendienst.

Vor 50 Jahren startete die Concorde in den Liniendienst

ticker concorde

Großbritannien prägt Gedenkmünze für Concorde

Im Musee Aeroscopia: Die Concorde mit dem Kennzeichen F-WTSB.

Frankreich stellt Concorde unter Denkmalschutz - aber nicht die erste

Hier fliegt die größte ferngesteuerte Concorde der Welt

Hier fliegt die größte ferngesteuerte Concorde der Welt

Video

regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick auf die Unglücksstelle: Die Boeing 767 F rutschte weit über die Piste hinaus.
Der Stimmenrekorder der in Miami verunglückten Boeing 767 F liefert erstmals Einblicke in die entscheidenden Minuten im Cockpit. Einer der Piloten des Fluges von Amazon Air warnte wiederholt vor dem hohen Tempo, automatische Systeme schlugen mehrfach Alarm.
Laura Frommberg
Laura Frommberg