Sitz der Europäischen Kommission: Aus Brüssel stellt man Fragen zur österreichischen Idee.

Brüssel ist skeptischEU-Hürde für Österreichs Mindestpreis für Flugtickets

Laut einer Verordnung der EU von 2008 gibt es nur wenige Ausnahmen für die Preisfreiheit. Die österreichische Anti-Dumping-Regelung für Flugtickets ist in Gefahr.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Im Zuge der staatlichen Unterstützung zur Rettung von Austrian Airlines im Juni hat die konservativ-grüne Regierungskoalition in Wien ein Luftfahrt-Gesamtpaket geschnürt. Ein brisantes Detail war dabei eine Anti-Dumping-Klausel. Es soll fortan keine Tickets mehr «unter den gesetzlich vorgeschriebenen Gebühren und Abgaben» geben. De facto wären damit Billigtickets unter 40 Euro Geschichte.

Bis jetzt ist es zu dem Thema ruhig geblieben - obwohl schon im Sommer Bedenken hinsichtlich der Vereinbarkeit dieses Plans mit EU-Recht aufgekommen sind. Nun hat sich Brüssel dieser Angelegenheit aber doch angenommen und in Wien nachgefragt. Die EU-Kommission habe die österreichische Regierung aufgefordert, die Pläne zum Thema Mindestflugpreis genauer zu erläutern, berichtet der Sender ORF.

Folgen für andere Staaten

Offenbar wird befürchtet, dass gegen die EU-Vorgaben zur Preisfreiheit in der Luftfahrt verstoßen wird. In der Verordnung 1008 aus dem Jahr 2008, die beispielsweise regelt, dass dem Kunden der Endpreis inklusive Steuern, Gebühren und Entgelten angezeigt werden muss, heißt es zum Thema Preisfreiheit: «Die Luftfahrtunternehmen der Gemeinschaft (…) legen ihre Flugpreise und Frachtraten für innergemeinschaftliche Flugdienste (…) frei fest.» Ausnahmsweise können sogenannte «gemeinschaftlichen Verpflichtungen» etwa auf wenig frequentierten Strecken oder zu Entwicklungsgebieten auferlegt werden.

Wie (und ob) die österreichische Regierung den juristischen Spagat zwischen den klaren Richtlinien der EU und einem Mindestpreis für Tickets schafft, wird spannend. Und zwar auch für einen anderen Staat, der gleichfalls bereits laut über eine ähnliche Regelung nachdenkt: Die niederländische Regierung überlegt ebenfalls, einen Mindestpreis für Flüge einzuführen.

Mehr zum Thema

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Österreich führt Mindestpreis für Flugtickets ein

Leonore Gewessler: «Wenn Tickets 9,90 kosten, dann zahlen Umwelt und Klima drauf.

«Gerade auf der Kurzstrecke ist die Zukunft der Zug»

Magnus Brunner: «Der Flugverkehr ist extrem wichtig für den Tourismusstandort und die Exportnation Österreich».

«Es gibt kein zusätzliches Geld»

first airbus a321 neo moulding in toulouse

EU und USA einigen sich auf Zollsatz - Airbus und Co. können aufatmen

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack