Neuer A320 von Nepal Airlines: Sämtliche nepalesische Fluglinien sind nun gesperrt.

EU setzt Nepal auf Schwarze Liste

Die Europäische Union hat die Schwarze Liste der Airlines aktualisiert, die nicht in der EU erwünscht sind. Neu sind sämtliche Anbieter aus Nepal eingeschlossen.

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«Die momentane Sicherheitslage in Nepal lässt uns keine andere Wahl», erklärt EU-Transportkommissar Siim Kallas. Man habe sich daher entschlossen, alle Fluggesellschaften aus dem Land im Himalaya auf die Schwarze Liste der Europäischen Union zu setzen, erklärte er bei einer Pressekonferenz in Brüssel. Das heißt: Die Airlines dürfen in Europa nicht mehr operieren.

Doch momentan fliegen gar keine Fluggesellschaften aus Nepal die EU an. Die einzigen Direktflüge vom Alten Kontinent nach Kathmandu bieten die niederländische Arke Fly ab Amsterdam und Turkish Airlines ab Istanbul an. Schmerzhaft dürfte der Entscheid aber für BB Airways sein. Die junge nepalesische Airline plant nach Hongkong und Kuala Lumpur künftig auch Ziele in Europa anzusteuern. Diese Pläne sind nun auf gewisse Zeit unsicher.

Orientierung für Reisende

Die Schwarze Liste hat inzwischen außerdem einen weit größeren Einfluss als nur auf den Betrieb der Fluggesellschaften in der EU. Reisende aus aller Welt orientieren sich an den EU-Sicherheitshinweisen, wenn es darum geht, ob sie sich für oder gegen eine Fluglinie entscheiden. «Wir hoffen, dass der Schritt den Behörden in Nepal Anstoß gibt, ihre Luftfahrtsicherheit zu verbessern», erklärt Kallas.

Die letzte Aktualisierung der Liste nahm die EU im Juli vor – und zeigte, dass die Auswirkungen tatsächlich positiv sein können. Man nahm die Philippine Airlines von der Liste, da sich die Sicherheitslage bei der Fluggesellschaft nach der Warnung massiv verbessert habe. Alle anderen Fluggesellschaften der Philippinen bleiben allerdings verboten.

Gute Fortschritte

Im neusten Bericht heißt es, dass auch die anderen Fluglinien des Landes gute Fortschritte machen. Die Aussicht auf eine Aufhebung des Banns sei gut. «Ebenso wie bei einer Reihe anderer Länder, in denen sich die Sicherheit graduell verbessert», so Kallas. «Wenn es so weitergeht, wird sich die Liste schon bald verkürzen.»

Insgesamt stehen über 90 Fluggesellschaften auf der Schwarzen Liste (siehe PDF zum Download unten), der größte Teil kommt aus Afrika. Das aktuelle Update ist das 22., das die EU seit der ersten Version vornahm. Eine Reihe Flugzeugabstürze in Entwicklungs- und Schwellenländern in den Jahren 2004 und 2005 hatten viele EU-Bürger das Leben gekostet. Um einheitliche Regelungen zur Sicherheit bieten zu können, entwarf die Kommission die Schwarze Liste.

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