Saab 200 von Etihad Regional:

Langfristige PläneEtihad Regional plant Auferstehung

Starke Lobbyarbeit und ein gezielter Preiskrieg der Swiss seien schuld am Scheitern der Expansionstrategie, so Etihad Regional. Doch die Airline gibt sich noch nicht geschlagen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Geplant war es anders. Die Schweizer Regionalairline Darwin wollte mit der Hilfe von Etihad und unter dem neuen Markennamen Etihad Regional groß durchstarten. Doch nach nur gerade einem Jahr verkleinerte sie im Februar ihr Streckennetz schon wieder um zwei Drittel. Schuld am Scheitern sei die große nationale Konkurrentin, erklärt nun Aufsichtsratspräsident Emilio Martinenghi in einem Interview mit der Schweizer Handelszeitung. «Die Swiss hat einen Preiskrieg angezettelt.»

Dabei habe die Lufthansa-Tochter ganz genau gewusst, dass sie Verluste besser tragen könne als Etihad Regional. Und rote Zahlen schreibe die Swiss auf den zur Abwehr neu aufgenommenen Strecken «definitiv», so Martinenghi. Seinem Unternehmen seien aber vorläufig noch die Hände gebunden, um den finanziellen Atem zu vergrößern. Bevor das schweizerische Luftfahrtamt Bazl die Bewilligung für die Kooperation nicht erteilt habe, könne Etihad noch nicht Aktionär werden. «Und so lange können wir auch das Kapital nicht erhöhen.» Das habe die Swiss gewusst und ausgenutzt.

Starke Lobbyarbeit der Swiss

Die Prüfung dauert nun schon fast eineinhalb Jahre. Dahinter vermutet der Etihad-Regional-Präsident ebenfalls ein Powerplay der Swiss. «Die Swiss hat ihre politische Lobbyarbeit auf jeden Fall massiv ausgeweitet und macht Politik gegen uns» so Martinenghi in der Handelszeitung.

Sobald das behördliche Okay eintreffe, will Etihad Regional über die Bücher gehen, so Martinenghi. Momentan bietet sie noch neun Strecken an und fliegt im Wet-Lease für Alitalia und Air Berlin. Dabei soll es aber nicht bleiben. «Unser langfristiges Ziel ist es nach wie vor, im europäischen Regionalverkehr Konkurrenz aufzubauen», sagt der Manager eine Auferstehung von Etihad Regional voraus.

Etihad hat schon «substanziellen» Betrag investiert

Schließlich hat Etihad auch ohne Kapitalbeteiligung bereits viel in die Schweizer Partnerin investiert. Der Betrag sei «substanziell», gibt Martinenghi zu. Das Geld sei in Form von Krediten geflossen. «Die können später teilweise in Kapital umgewandelt werden, sobald wir die behördliche Bewilligung erhalten.»

Mehr zum Thema

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Video

Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
leav damakus syrien wassersalut
Mit Leav fliegt wieder eine deutsche Fluglinie nach Syrien und baut ihr Angebot direkt aus. Sundair soll bald folgen. Auch Eurowings zeigte in der Vergangenheit Interesse - will aktuell aber noch nicht wieder das Land ansteuern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies