Saab 2000 von Etihad Regional: Viel Geld vom potenten Investor.

Hohe Kredite für Darwin/Etihad RegionalEtihad hilft Etihad Regional mit 50 Millionen

Neue Zahlen zeigen: Die Golfairline investierte massiv in ihre Schweizer Partnerin. Etihad zeichnete nicht nur Kapital sondern gewährte Darwin/Etihad Regional auch hohe Kredite.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Anfang Juni war es soweit. Nach einer monatelangen Prüfung gab die Schweizer Aufsichtsbehörde Bundesamt für Zivilluftfahrt grünes Licht für den Einstieg von Etihad bei der Regionalfluglinie Darwin Airline. Der Luftfahrtriese aus Abu Dhabi zeichnete in der Folge eine Kapitalerhöhung über 10 Millionen Franken. Er sicherte sich eine Beteiligung von 33,3 Prozent.

Das war längst nicht alles, wie der vertrauliche Geschäftsbericht von Etihad Airways zeigt, der nun an die Öffentlichkeit gelangte. Die Golfairline gewährte ihrer Schweizer Partnerin, die heute als Etihad Regional durch Europa fliegt, auch zwei Kredite. Der erste beläuft sich auf 20 Millionen Franken (18,5 Millionen Euro) und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Er ist gemäß den Unterlagen mit einem «vereinbarten Zinsfuß» zu verzinsen. Das deutet auf Vorzugskonditionen hin, da sonst üblicherweise von «marktüblichen» Konditionen gesprochen wird.

Aktionärs-Darlehen ein «übliches Instrument»

Das zweite Darlehen umfasst ebenfalls 20 Millionen Franken. Es ist drei Jahre lang zinslos. Ab dem vierten Jahr fallen dann Zinszahlungen an. Vier Jahre lang muss es auch nicht zurückbezahlt werden. Danach hat Darwin/Etihad Regional drei Jahre Zeit, den Kredit abzubezahlen. Beide Kredite wurden 2014 gewährt. «Die Zahlen wurden gegenüber den Schweizer Aufsichtsbehörden offengelegt und von ihnen genehmigt. Das Airline-Geschäft ist kapitalintensiv und Darlehen von Aktionären sind ein übliches Element bei der Finanzierung», kommentiert ein Sprecher der Schweizer Airline.

Das Geld hatte Darwin bitter nötig. Sie baute nach Bekanntgabe der Kooperation mit Etihad im Dezember 2013 das Streckennetz stark aus. Aus dem Konkurrenzkampf mit der Swiss ging die Schweizer Regionalairline aber als Verliererin hervor. Sie musste daher ihr Streckennetz wieder massiv zusammenstreichen. Ihr war das Geld ausgegangen. Inzwischen profiliert sie sich mit Nischenstrecken und Auftragsflügen für Schwesterairlines wie Alitalia und Air Berlin.

Mehr zum Thema

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
md 11 ups unglueck ntsb
Der tödliche Absturz einer McDonnell Douglas MD-11 von UPS im Jahr 2025 wurde durch ein beschädigtes Teil in der Triebwerksaufhängung ausgelöst. Nun ist klar: Boeing beschäftigte sich schon länger mit solchen Schäden, als bisher bekannt war. Und es gab weitere Fälle. Behörden und Airline wollen die Schwere des Problems nicht erkannt haben.
Timo Nowack
Timo Nowack