Etihad und Air Berlin: Dreißig gemeinsame Flüge stehen im Visier der Behörden.

Kooperation mit Air BerlinVerliert Etihad wichtige Flugrechte?

30 Flüge, die Air Berlin für Etihad durchführt, stehen auf dem Spiel. Das deutsche Luftfahrtbundesamt will der Golfairline die Rechte dafür entziehen.

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Eine Warnung gab es offenbar schon im August. Wie die Wirtschaftszeitung Handelsblatt berichtet, erwägt das deutsche Luftfahrtbundesamt, Etihad wichtige Flugrechte zu entziehen. Es handelt sich laut dem Blatt um dreißig Codeshare-Flüge, die Air Berlin für Etihad durchführt. Für die Golfairline und Großaktionärin von Air Berlin sind das wichtige Zubringerflüge, welche das Langstreckenangebot mit Gästen füttern.

Die dreißig Flüge wären etwa die Hälfte aller Codeshare-Strecken von Air Berlin und Etihad. Daher würde sich eine Streichung massiv auf den Betrieb auswirken. Wie Informanten dem Handelsblatt sagen, lautet die Begründung des Luftfahrtbundesamtes, die Flugrechte seien entgegen den bestehenden Luftverkehrsabkommen genehmigt worden.

Behörden in der EU und in der Schweiz misstrauisch

Um die Angelegenheit zu klären, hätten auch schon mehrere Gespräche zwischen Air Berlin, Etihad und dem deutschen Verkehrsministerium stattgefunden. Sogar Minister Alexander Dobrindt sei dabei gewesen. Keine der Fluggesellschaften kommentiert den Bericht. Dass es Gespräche gebe, bestätigt Etihad aber.

Dass es nicht glatt läuft, ist keine Überraschung. Sowohl die EU-Kommission als auch das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt beobachten die Airline und ihre Kooperationen mit europäischen Töchtern genau. Die Schweizer etwa sahen in den letzten Monaten die Verträge zwischen Etihad und der Schweizer Tochter Darwin/Etihad Regional durch.

Etihad Regional und Etihad müssen über die Bücher

Die helvetische Behörde kam dabei zu dem Schluss, dass die vorgesehenen Zusammenarbeitsme­chanismen zu einer Kontrolle von Etihad Regional führen könnten, wie letzte Woche bekannt wurde. Offiziell hält Etihad nur 33,3 Prozent an Etihad Regional. Die beiden Partner müssen nun neue Vorschläge vorlegen.

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