Airbus A330 von Etihad: Ganz in Weiß gehalten.

Flug von Etihad aus Abu DhabiHistorischer Flug von Etihad nach Israel - ganz in Weiß

Die beiden Länder pflegen keine diplomatische Beziehungen. Erstmals landete jetzt ein Flugzeug aus den Vereinigten Arabischen Emiraten offiziell in Israel.

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Astronauten berichten nach ihrem ersten Flug ins Weltall oftmals von derselben Beobachtung: Von hoch oben lassen sich keine Ländergrenzen erkennen. Auf die Luftfahrt lässt sich dies nur bedingt übertragen: Überflugsrechte, Flugsicherungsanweisungen oder zugeteilte Zeitfenster machen den Himmel weniger grenzenlos, als das Reinhard Mey im Lied «Über den Wolken» vermutet.

Auch politische Verhältnisse machen gewisse Flugrouten unmöglich. Weil Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate keine diplomatischen Beziehungen pflegen, gab es bisher keine Flüge zwischen den Staaten. Ausgerechnet die Covid-19-Pandemie, die in den vergangenen Wochen viele Ländergrenzen verschloss, hat die beiden Nationen aus dem Nahen Osten erstmals auf dem Luftwege verbunden.

Medizinische Güter an Bord

Am Dienstag (19. Mai) landete am Ben Gurion Airport in Tel Aviv ein Airbus A330 von Etihad, der in Abu Dhabi gestartet war. Mit Flug EY9607 fand zum allerersten Mal ein offizieller Flug zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel statt. An Bord befanden sich medizinische Hilfsgüter, die im Kampf gegen Covid-19 für Palästinenser eingesetzt werden, wie eine Sprecherin der Airline erklärte.

Der Airbus A330-200 mit der Registrierung A6-EYP war bei dem Flug komplett in weißen Farben gehüllt, wie Bilder in sozialen Medien zeigen. Logo oder Schriftzüge fehlen vollkommen. Nur auf den ausgeladenen Gütern ist der Absender UAE zu sehen, was für United Arab Emirates steht.

Früher noch alte Lackierung

Ob dies im Zusammenhang mit dem besonderen Erstflug steht, ist unklar. Fotos diverser Spotter-Datenbanken zeigen, dass der 13 Jahre alte A330 zuvor noch die alte Lackierung von Etihad trug.

Am Donnerstag wurde jedoch bekannt, dass Palästina die Lieferung ablehnt. Sie wollten nicht eine Brücke für bessere Beziehungen arabischer Länder mit Israel sein, so die Begründung.

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