Flieger von Ethiopian Airlines: Der wachsende Konflikt im Heimatland macht der Fluggesellschaft Probleme.

Tigray-KonfliktEskalation des Bürgerkriegs bedroht Äthiopiens Luftfahrt-Erfolge

Der Tigray-Konflikt weitet sich zunehmend zum Bürgerkrieg in Äthiopien aus. Inzwischen warnen Experten vor Überflügen. Am meisten trifft die Gewalt aber Ethiopian Airlines.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Seit einem Jahr tobt in der nordäthiopischen Region Tigray ein blutiger Bürgerkrieg, der schon Zehntausende Todesopfer forderte. Der Konflikt eskaliert immer mehr und sorgt für eine stetige Verschlechterung der Sicherheitslage im Land am Horn von Afrika. Das bedroht zunehmend auch das Geschäft von Ethiopian Airlines.

Die Fluggesellschaft hat in den letzten zwanzig ihre Heimatbasis Addis Abeba zum internationalen Drehkreuz gemacht. Sie ist heute nicht nur die größte Airline des Kontinents, sondern auch profitabel - sogar im Krisenjahr 2020. Das ist in Afrika selten. Doch seit Beginn des Tigray-Konflikts werden Warnungen laut, dass sich dies rasant ändern könnte. Inzwischen schlägt die Uno Alarm. Das Risiko eines «Abgleitens in einen sich ausweitenden Bürgerkrieg ist nur allzu real», so Unter-Generalsekretärin Rosemary A. DiCarlo.

Sicherheit verschlechtert sich

Die Truppen Tigrays kämpfen gegen das Militär Äthiopiens. Sie nähern sich derzeit sogar der Hauptstadt Addis Abeba, woraufhin die Regierung den Notstand ausgerufen hat. Mehrere Nationen, darunter die USA, haben ihre Staatsbürger zu ihrer eigenen Sicherheit aufgefordert, Äthiopien schnell zu verlassen.

Bereits seit einiger Zeit wird von Überflügen der Tigray-Region und der Wahl bestimmter Flugrouten abgeraten. Das Luftfahrt-Sicherheitsnetzwerk Ops Group erweitert seine Warnung nun auch auf den Rest des Landes. Zudem seien Flüge über nördliche Teile Äthiopiens einer gestiegenen Gefahr ausgesetzt, zum Opfer von Raketenabschüssen zu werden, weil auch die Oppositionstruppen über Boden-Luft-Raketen verfügen. Je größer die umkämpften Gebiete, desto größer die Fläche, die ein Risiko für alle Flugzeuge darstellt.

Ethiopian Airlines mit mehr als einer Sorge

Die größte Fluggesellschaft des Landes wird in der Situation gleich mit mehreren Problemen konfrontiert. Zum einen besteht die Möglichkeit von Sanktionen gegen das staatliche Unternehmen, weil es angeblich illegal Kriegswaffen an Bord von Zivilflugzeugen transportiert haben soll. Es bestreite die Vorwürfe. Zum anderen bedroht die Sicherheitslage Äthiopiens die reibungslose Durchführung von Linienflügen.

Das Geschäftsmodell von Ethiopian Airlines basiert nicht nur auf Reisenden von und zu dem afrikanischen Land. Auch Umsteigepassagiere werden über das Drehkreuz in Addis Abeba reichlich abgefertigt - schließlich gibt es für viele afrikanische Destinationen kaum zuverlässige Alternativen. Besonders diese Kundengruppe geht einer Fluggesellschaft schnell verloren, wenn das Heimatdrehkreuz nicht mehr als sicher gesehen wird.

Mehr zum Thema

Boeing 787 benannt nach Mutter Teresa: Dieser Dreamliner von Ethiopian ist eines der Flugzeuge, denen Waffenlieferungen ins Kriegsgebiet vorgeworfen werden.

Ethiopian soll Waffen in Kriegsregion geliefert haben

Boeing 787 von Ethiopian Airlines: Für Ethiopian sind neue Risiken.

Konflikt ist schwere Hypothek für Ethiopian

Trümmer von MH17: Airlines war die Gefahr nicht bewusst.

EU-Netzwerk warnt vor gefährlichen Überflügen

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

Video

Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack