Flieger von Ethiopian Airlines: Der wachsende Konflikt im Heimatland macht der Fluggesellschaft Probleme.

Tigray-KonfliktEskalation des Bürgerkriegs bedroht Äthiopiens Luftfahrt-Erfolge

Der Tigray-Konflikt weitet sich zunehmend zum Bürgerkrieg in Äthiopien aus. Inzwischen warnen Experten vor Überflügen. Am meisten trifft die Gewalt aber Ethiopian Airlines.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Seit einem Jahr tobt in der nordäthiopischen Region Tigray ein blutiger Bürgerkrieg, der schon Zehntausende Todesopfer forderte. Der Konflikt eskaliert immer mehr und sorgt für eine stetige Verschlechterung der Sicherheitslage im Land am Horn von Afrika. Das bedroht zunehmend auch das Geschäft von Ethiopian Airlines.

Die Fluggesellschaft hat in den letzten zwanzig ihre Heimatbasis Addis Abeba zum internationalen Drehkreuz gemacht. Sie ist heute nicht nur die größte Airline des Kontinents, sondern auch profitabel - sogar im Krisenjahr 2020. Das ist in Afrika selten. Doch seit Beginn des Tigray-Konflikts werden Warnungen laut, dass sich dies rasant ändern könnte. Inzwischen schlägt die Uno Alarm. Das Risiko eines «Abgleitens in einen sich ausweitenden Bürgerkrieg ist nur allzu real», so Unter-Generalsekretärin Rosemary A. DiCarlo.

Sicherheit verschlechtert sich

Die Truppen Tigrays kämpfen gegen das Militär Äthiopiens. Sie nähern sich derzeit sogar der Hauptstadt Addis Abeba, woraufhin die Regierung den Notstand ausgerufen hat. Mehrere Nationen, darunter die USA, haben ihre Staatsbürger zu ihrer eigenen Sicherheit aufgefordert, Äthiopien schnell zu verlassen.

Bereits seit einiger Zeit wird von Überflügen der Tigray-Region und der Wahl bestimmter Flugrouten abgeraten. Das Luftfahrt-Sicherheitsnetzwerk Ops Group erweitert seine Warnung nun auch auf den Rest des Landes. Zudem seien Flüge über nördliche Teile Äthiopiens einer gestiegenen Gefahr ausgesetzt, zum Opfer von Raketenabschüssen zu werden, weil auch die Oppositionstruppen über Boden-Luft-Raketen verfügen. Je größer die umkämpften Gebiete, desto größer die Fläche, die ein Risiko für alle Flugzeuge darstellt.

Ethiopian Airlines mit mehr als einer Sorge

Die größte Fluggesellschaft des Landes wird in der Situation gleich mit mehreren Problemen konfrontiert. Zum einen besteht die Möglichkeit von Sanktionen gegen das staatliche Unternehmen, weil es angeblich illegal Kriegswaffen an Bord von Zivilflugzeugen transportiert haben soll. Es bestreite die Vorwürfe. Zum anderen bedroht die Sicherheitslage Äthiopiens die reibungslose Durchführung von Linienflügen.

Das Geschäftsmodell von Ethiopian Airlines basiert nicht nur auf Reisenden von und zu dem afrikanischen Land. Auch Umsteigepassagiere werden über das Drehkreuz in Addis Abeba reichlich abgefertigt - schließlich gibt es für viele afrikanische Destinationen kaum zuverlässige Alternativen. Besonders diese Kundengruppe geht einer Fluggesellschaft schnell verloren, wenn das Heimatdrehkreuz nicht mehr als sicher gesehen wird.

Mehr zum Thema

Boeing 787 benannt nach Mutter Teresa: Dieser Dreamliner von Ethiopian ist eines der Flugzeuge, denen Waffenlieferungen ins Kriegsgebiet vorgeworfen werden.

Ethiopian soll Waffen in Kriegsregion geliefert haben

Boeing 787 von Ethiopian Airlines: Für Ethiopian sind neue Risiken.

Konflikt ist schwere Hypothek für Ethiopian

Trümmer von MH17: Airlines war die Gefahr nicht bewusst.

EU-Netzwerk warnt vor gefährlichen Überflügen

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg