Dornier Do328 von Air Alps: Die Airline kann wieder abheben.

Air Alps fliegt wieder

Die österreichische Fluggesellschaft ist gerettet. Air Alps wird von Rostock Airways gekauft. Bereits heute flog sie erstmals für die neue Eigentümerin.

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Viele haben nicht mehr damit gerechnet. Denn bis am Freitag war völlig offen, ob es am Montagmorgen (3. Februar) wirklich losgehen kann. Zu viele ungelöste Probleme bestanden noch. Doch Flug A6 200/W2 2200 hob tatsächlich ab. Er verließ Bremen um 7:48 Uhr mit 18 Minuten Verspätung und landete in Zürich um 9:16 Uhr. Der Jungfernflug von Rostock Airways ist damit geglückt – genauso wie die wundersame Rettung von Air Alps.

«Ja, wir fliegen wieder», bestätigt Air-Alps-Verwalter Günther Gast aeroTELEGRAPH. Er hätte eigentlich die österreichische Fluggesellschaft liquidieren sollen, weil er keine Chance auf Rettung mehr sah. Noch vor wenigen Wochen war er überzeugt, dass das der einzige Weg sei. Doch nun steht die Übernahme von 76 Prozent der Anteile durch Rostock Airways kurz bevor. «Bis Ende der Woche geht der Kauf über die Bühne.» Zum Kaufpreis will er nichts sagen.

Vorerst flog Welcome Air

Der Durchbruch kam letzten Freitag. Da das Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) von Air Alps am 31. Januar auslief, musste Gast beim Bundesministerium für Verkehr in Wien kurzfristig eine Verlängerung beantragen. Nur wenn das klappen würde, waren die Investoren um Rostock Airways bereit für die Übernahme. «Dies ist uns gelungen. Wir haben die Verlängerung bekommen, weil wir den Abschluss des Verkaufs und eine künftige Kapitalerhöhung glaubwürdig darlegen konnten», so Gast.

Da die offizielle Übernahme aber noch nicht formal vollzogen ist, flog zuerst die Schwesterairline Welcome Air für Air Alps, die wiederum für Rostock Airways unterwegs ist. Eingesetzt wurde eine Dornier Do328 mit der Kennzeichnung OE-LIR. Für die kommenden Tage ist eine ATR 72 von Avanti Air im Einsatz.

Nun werden Leute eingestellt

Mit der Rettung von Air Alps konnten auch 17 Arbeitsplätze am Sitz in Innsbruck erhalten bleiben. Doch dabei soll es nicht bleiben. «Air Alps stellt weitere Leute ein, vor allem fliegendes Personal», so Gast. Ehemalige Angestellte seien da willkommen.

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